Zum Inhalt springen
Alle News
  • Alle News
  • Beifang
  • CBD
  • CITES
  • CMS
  • Delfinarien
  • Grüner Wal
  • High Seas Treaty
  • IWC
  • Meeresschutz
  • Plastik
  • Projekte
  • UNFCCC
  • Walbeobachtung
  • Walfang
Gestrandete Grindwale

77 Grindwale stranden auf den Orkney Inseln

Grindwale an einem Strand auf Sanday, Orkney Inseln © Emma Steel/WDC Von den 77 Grindwalen...

Seltener Schnabelwal gestrandet

Der seltene Bahamonde-Schnabelwal ist vermutlich eng mit dem Layard-Schnabelwal verwandt, der auf diesem Foto zu...
Menschen am Strand beobachten Delfine

Neues von unserem Forschungsprojekt in Patagonien

Dank finanzieller Unterstützung von WDC konnten Forscher Miguel Iñíguez und das Team der Organisation Fundación...
WDC-Expertin untersucht lebend gestrandeten Delfin

WDC unterstützt Rettungsaktion von Delfinen in den USA

Eine WDC-Expertin überprüft die Vitalfunktionen eines 2023 lebend gestrandeten Delfins. © WDC; WDC ist durch...

Steht Delfinarium Duisburg vor dem Aus?

Am 28. April 2014 findet um 14:00 Uhr im Landtag Düsseldorf eine öffentliche Anhörung zur Schließung des Delfinariums in Duisburg statt. Sollte der Antrag der Piraten angenommen werden, müsste das achte von ehemals neun Delfinarien in Deutschland schließen.

Die artgerechte Haltung von Delfinen wird seit Langem kontrovers diskutiert, eine Reihe von Delfinarien musste schließen. International werden Gesetze diskutiert und erlassen, die die Haltung von Delfinen und weiteren Arten verbieten. Dr. Karsten Brensing, Mitarbeiter der internationalen Wal- und Delfinschutzorganisation WDC, hat selbst viele Jahre mit gefangenen Tieren gearbeitet und ist überzeugt davon, dass Delfine grundsätzlich nicht artgerecht gehalten werden können. Er ist als Sachverständiger der Grünen zu der Anhörung geladen.

Er legt in seiner Stellungnahme den Schwerpunkt auf das komplexe Sozialleben der Tiere und betont: „Delfine leben in Duisburg in einer völlig unnatürlichen Gruppenstruktur. In Freiheit leben die Geschlechter getrennt. Bringt man, wie in Duisburg, ein ausgewachsenes Männchen in die Gruppe, dann dominiert es alle anderen Tiere. Gleichzeitig hat es keinen natürlichen Sozialpartner.“ Das Resultat des unnatürlichen Soziallebens, wie die Akteneinsicht von WDC im Nürnberger Delfinarium zeigte: Aggressionen und ein gestörtes Sozialverhalten, die mit Psychopharmaka und Hormonen behandelt werden. So sieht keine artgerechte Lebensweise aus. Der Leidensdruck für die betroffenen Delfine ist groß.

Brensing fordert daher in seiner Stellungnahme:

  • eine Präzisierung des sogenannten Säugetiergutachtens, das die Haltungsbedingungen in deutschen Zoos regelt, unter Berücksichtigung der geltenden Rechtslage,
  • den Bau eines Außengeheges wie im Säugetiergutachten gefordert,
  • einen sofortigen Zuchtstopp bis angemessene Haltungsbedingungen ermöglicht werden bzw.
  • die Überführung der Tiere in ein Meeresgehege, in dem sie ein nahezu natürliches Leben führen können,
  • eine vollständige und uneingeschränkte Einsicht in die Akten des Zoos Duisburg durch die zuständigen Stellen und einen öffentlichen Zugang zu den Daten.

Die internationale Wal- und Delfinschutzorganisation WDC bietet der Landesregierung ihre Unterstützung bei der Lösung der Probleme an.

Zur Aufzeichnung der Anhörung >>>

Über Laura Zahn

Laura Zahn arbeitet bei WDC Deutschland im Bereich Kommunikation. Sie ist zuständig für die Erstellung von News und Blogs sowie unsere Newsletter. Außerdem arbeitet Laura bei der Entwicklung und Koordination von Kampagnen mit.