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Ein getöteter Finnwal wird an der isländischen Küste zerlegt. (C) WDC

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2000 Tonnen Walfleisch fahren um die Welt

Am 21. März hatte WDC berichtet, dass die „Alma“, ein mit 2.000 Tonnen gefrorenem Walfleisch beladenes Transportschiff, den Hafen von Hafnafjordur südlich von Reykjavik verlassen hatte. Jetzt, mehr als eine Woche später, ist sie bereits vor der westafrikanischen Küste auf Höhe von Gambia.

Über ihre weitere Route kann man nur spekulieren. Die isländische Ingenieurin und Bloggerin Anna Kristjánsdóttir bezeichnete die Fahrt der Alma treffend als „Nacht und Nebelaktion“, die wohl ein Indiz dafür ist, dass die Propaganda-Schlacht um den Walfang für die isländische Regierung und die Walfänger verloren ist. Über 1000 zusätzliche Seemeilen wird die Alma auf diesem Weg zurücklegen. Diese Route – anstelle des Panama- oder Suez-Kanals – nach Asien zu nehmen ist extrem ungewöhnlich, sie wird laut Kristjánsdottir beispielsweise  von Schiffen gewählt, die Waffen oder Atommüll transportieren und Aufmerksamkeit vermeiden möchten.

Auch über die Beweggründe von Krístján Loftsson, Island´s einzigem Finnwalfänger, keine Kosten und Mühen zu scheuen, um das Fleisch auf den japanischen Markt zu bringen, sind nur Spekulationen möglich. Inzwischen berichten selbst isländische Medien, dass die Nachfrage nach Walfleisch in Japan stark rückläufig  ist und weitere Importe nur die Berge in den Kühlhäusern vergrößern. Japans Walfleischberg  ist mit rund 4.600 Tonnen  inzwischen fast doppelt so hoch wie vor zehn Jahren.

Während das mit zwei Millionen Kilogramm Walfleisch beladene Narrenschiff seine Fahrt durch die Weltmeere fortsetzt, um die Sturköpfigkeit eines alten Mannes zu bedienen, schaut die Welt gespannt auf die USA. Am 1. April wird Präsident Obama entscheiden, ob es aufgrund der Finnwal-Jagd endlich US-amerikanische Sanktionen gegen Island geben wird. 

Über Laura Zahn

Unternehmenskooperationen - Laura Zahn ist bei WDC Deutschland verantwortlich für die Kooperationen mit Unternehmen.