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Screenshot aus der Filmaufnahme, die zwei der Delfine bei der Aussetzung zeigen. (C) Ivanna Kudina / Facebook

Vier Delfine aus Delfinarium an der Krim ausgesetzt

Screenshot aus der Filmaufnahme, die zwei der Delfine bei der Aussetzung zeigen. (C) Ivanna Kudina...

Mehr Schutz vor Unterwasserlärm – die EU macht einen wichtigen Schritt nach vorne

WDC begrüßt den jüngsten Beschluss des Europäischen Parlaments, für einen verstärkten Schutz vor Unterwasserlärm: Mit einer dreijährigen Übergangsfrist muss in EU-Gewässern künftig vor der Suche nach Erdöl und Gas sichergestellt werden, dass die Meerestiere durch den Lärm nicht zu Schaden kommen. Bisher verlangte das EU-Recht solche so genannte Umweltverträglichkeitsprüfungen (UVPs) erst vor Bohrungen im Meeresboden. Die Initiative der Umweltschutzorganisationen Ocean Care, NRDC und IFAW in Unterstützung von WDC hat damit einen wichtigen Erfolg erzielt. „Jetzt ist zu hoffen, dass die Umsetzung der Umweltverträglichkeitsprüfungen auch dem neuen Gesetz entsprechend erfolgt und die neuen Schutzmaßnahmen den Meeressäugern so schnell wie möglich zugute kommen“, so WDC Meeresbiologe Dr. Karsten Brensing.

Massenstrandungen durch Unterwasserlärm

Untersuchungen belegen den Zusammenhang zwischen Unterwasserlärm und Massenstrandungen von Meerestieren. Die starken Knalle der von der Ölindustrie eingesetzten Luftdruckkanonen sind so laut, dass sie über tausende Kilometer die Rufe von Walen überdecken können. Damit unterbinden sie die Kommunikation und Partnerfindung der Tiere. Außerdem können Wale über große Distanzen aus ihrem Lebensraum vertrieben oder an der Nahrungssuche gehindert werden. Näher an der Schallquelle drohen dauerhafter Gehörverlust und andere Verletzungen. Im Meer breitet sich Lärm fünfmal schneller und um ein Vielfaches weiter aus als in der Luft. Für Wale, Delfine und viele weitere Meerestiere, darunter zahlreiche Fischarten, ist das Gehör daher der zentrale Sinn für ihr Überleben und ihre Fortpflanzung.

„Bei seismischen Aktivitäten mit Airguns wird alle paar Sekunden sehr starker Schall abgegeben, und das über viele Woche oder sogar Monate“, so Europa-Abgeordneter Kriton Arsenis. „Wir Menschen würden es nicht überstehen, einem solchen Lärm ausgesetzt zu sein. Noch weit schlimmer müssen die Auswirkungen für Meerestiere sein, die von ihrem Gehörsinn abhängen wie wir von unserem Sehsinn.“

Weitere Infos: www.silentoceans.org

Über Laura Zahn

Unternehmenskooperationen - Laura Zahn ist bei WDC Deutschland verantwortlich für die Kooperationen mit Unternehmen.