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Ein harpunierter Finnwal wird abgeschleppt. (C) WDC

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Ein geschlachteter Finnwal wird an Land zerlegt. (C) WDC Vor Island wurden heute erstmals seit...
Ein getöteter Finnwal wird an der isländischen Küste zerlegt. (C) WDC

Walfang schadet Islands Image

Ein getöteter Finnwal wird an der isländischen Küste zerlegt. (C) WDC 2023 läuft die derzeitige...
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150 Brydewale und 25 Seiwale stehen auf der Abschussliste der diesjährigen Walfangsaison, in den weiter...

All Inclusive: Wie sich TUI & Co. die Welt schönreden

Man kennt das Phänomen aus allen Branchen: Mit der Ankündigung guter grüner Absichten reden sich Ölkonzerne und Autobauer die Welt schön, genauso wie Lebensmittelhersteller und Bekleidungsindustrie. Ein aktuelles Beispiel für ein solches „Greenwashing“ kommt nun aus der Reisebranche.

Anfang Februar 2014 gab TUI Deutschland bekannt, in Zukunft keine Reisen mehr zu Delfinarien anzubieten und die Presse berichtete wohlwollend über diesen begrüßenswerten Schritt. Doch in Wahrheit bleiben die Riesen der Delfinarien-Industrie – SeaWorld in den USA und Loro Parque auf Teneriffa – weiter im Programm von TUI Deutschland. Das Reiseunternehmen rechtfertigt diese „Ausnahme“ mit der spitzfindigen Begründung, dass SeaWorld und Loro Parque Themenparks seien. Die dort gezeigten Shows sollen nicht mehr speziell beworben werden.

„Das dürfte auch nicht nötig sein, wenn man einen Themenpark im Programm führt, der Wal- und Delfinshows in diesem Ausmaß anbietet“, sagt dazu Dr. Karsten Brensing von WDC Deutschland.

Ein weiteres Beispiel dafür, dass das Engagement dort aufhört, wo der Profit beginnt: FTI Touristik GmbH. Das Unternehmen gab bereits im Sommer 2013 bekannt, bereits im Winterkatalog 2013/2014 alle Wal- und Delfinshows zu streichen. Im aktuellen Katalog finden sich jedoch wieder Anzeigen für den Loro Parque, außerdem beteiligt sich FTI an einer Sonderwerbeaktion zum 50-Jahr-Jubiläum von SeaWorld.

„Die Reiseunternehmen versuchen offensichtlich die Tatsache, dass Delfine und Orcas bei Loro Parque und SeaWorld gehalten werden, gekonnt zu umschiffen und wollen nicht auf die lukrativen Kooperationen mit den Vergnügungsparks verzichten.  Ein vollständiger Verzicht auf jegliche Werbung für Einrichtungen, die Wale oder Delfine halten, und der Verzicht auf eine wirtschaftliche Beteiligung sind die einzige wirklich konsequente Lösung“, schließt Brensing.

Wie Orcas in Gefangenschaft leiden und welche deutschen Reiseunternehmen dies billigend in Kauf nehmen, erfahren Sie hier: www.schwertwal.de

Der aktuelle WDC-Protest gegen die Bewerbung von SeaWorld zeigt bereits Wirkung. Richard Branson und Virgin Holidays haben einen wichtigen Denkanstoß erhalten.

Über Laura Zahn

Unternehmenskooperationen - Laura Zahn ist bei WDC Deutschland verantwortlich für die Kooperationen mit Unternehmen.