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Dänemark will weiter Öl fördern – auf Kosten der Umwelt

Proteste unzähliger EU-BürgerInnen und Umweltschutzorganisationen wie WDC zum Trotz: Die dänischen Behörden verfolgen weiterhin den Plan, in der Nordsee nach Öl und Gas zu suchen. Leidtragende sind dabei die Meeresbewohner, allen voran der Schweinswal.

Gemeinsam mit einer Allianz deutscher Umweltverbände kritisierte WDC 2012 und erneut 2013 das Vorhaben der dänischen Regierung, da sich mögliche Folgen grenzüberschreitend auch auf das deutsche Meeresschutzgebiet auswirken würden. Der Grund: Das Plangebiet, in dem die Ölförderung stattfinden soll, umfasst Teile der so genannten Doggerbank inmitten der Nordsee, ein Gebiet, das für seinen Fischreichtum und als Lebensraum von Schweinswal und Zwergwal bekannt ist. Nicht umsonst ist der deutsche Teil als wertvolles Natura-2000-Gebiet geschützt. Die dänische Seite genießt allerdings keinerlei Schutz und hier sollen in Zukunft Erdöl und Erdgas gewonnen werden.

Seismische Untersuchungen mit sogenannten Druckluftkanonen (Air guns) können bei Walen, Fischen, Fischlarven und Vögeln zu Vertreibungen oder Verletzungen bis hin zum Tod führen. Gleiche Effekte kann auch der Lärm durch das Einrammen von Pfählen beim Bau von Plattformen haben. WDC forderte daher, zuerst alle Alternativen zu prüfen, auf den Einsatz von Luftkanonen weitgehend zu verzichten und Schallminimierungsmaßnahmen verbindlich festzulegen. Auch wurden nach Meinung der Umweltverbände im vorliegenden Umweltgutachten die kumulativen Auswirkungen verschiedener Umweltprobleme nicht ausreichend berücksichtigt. 

Die Behörden haben nun in einem Schreiben vom 21. Februar 2014 sämtliche Kritikpunkte praktisch für ungültig erklärt und klargestellt, dass es bei Weiterverfolgung der Pläne zu jedem konkreten Vorhaben eine spezifische Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) gemäß den Vorgaben der EU geben wird.

„Die Absicht, einzelne Projekte mit einer UVP zu belegen, ist zwar löblich, folgt aber auch nur geltendem EU-Recht“, so Fabian Ritter, Meeresschutzexperte bei WDC. „Die Qualität des vorliegenden Umweltgutachtens lässt jedoch an der Ernsthaftigkeit solcher Prüfungen stark zweifeln. Die Art und Weise, wie hier argumentiert wurde und die Behörden die unzähligen Kritikpunkte an sich abperlen ließen, lässt Schlimmes für die Zukunft befürchten. Eine ergebnisoffene und ernsthafte Diskussion zum Schutz der Umwelt sieht anders aus!“

Seismische Untersuchungen zur Öl- und Gaserkundung gehören zum Lautesten, was der Mensch im Meer veranstaltet. Der dabei produzierte Schall ist dermaßen laut, dass er teilweise noch in Tausenden Kilometern Entfernung hörbar ist. Für akustisch hochsensible Tiere wie Wale ist dies eine ernsthafte Bedrohung.

Wer sich gegen die Verlärmung der Ozeane einsetzen will, kann  im Rahmen der „Silent Ocean“-Kampagen eine Protest-E-Mail unterzeichnen und sich weiter informieren.

Über Laura Zahn

Unternehmenskooperationen - Laura Zahn ist bei WDC Deutschland verantwortlich für die Kooperationen mit Unternehmen.