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EU-Parlament plant verpflichtende Umwelt-verträglichkeitsprüfungen auch für Lärm

WDC begrüßt die Entscheidung des Umweltausschusses im EU-Parlament, wonach Umweltverträglichkeitsprüfungen (UVPs) auch für akustische Meeresverschmutzung, etwa im Zuge der Suche nach Öl und Gas, verpflichtend werden sollen. Doch bevor diese Richtlinie rechtskräftig werden kann, muss sie in der Plenarversammlung des EU-Parlaments vom 11. März verabschiedet werden.

Die novellierte Richtlinie über Umweltverträglichkeitsprüfungen ist alles andere als ein perfektes Gesetzeswerk, aber sie bringt Verbesserungen für – bestimmte – wichtige Bereiche des Meeresschutzes. WDC war im Vorfeld aktiv im Gespräch mit EU-ParlamentarierInnen und hofft nun, dass sich die Plenarversammlung für den Schutz der Wale nicht taub stellt und die neuen Richtlinien verabschiedet.

Bisher verlangte das EU-Recht eine UVP erst vor Bohrungen im Meeresboden. Mit den angenommenen Änderungen der Richtlinie müssen UVPs auf die Explorationsphase ausgeweitet werden. Damit werden auch die schädlichen Auswirkungen der seismischen Aktivitäten berücksichtigt.

„Es ist seit langem bekannt, dass seismische Untersuchungen Wale und andere Meerestiere massiv stören oder gar schädigen können. Es ist höchste Zeit, dass eine Regelung wie die jetzt im Raum stehende verabschiedet wird“, sagt Fabian Ritter von WDC.

Massenstrandungen durch Unterwasserlärm

Untersuchungen belegen den Zusammenhang zwischen Unterwasserlärm und Massenstrandungen von Meerestieren. Die starken Knalle der von der Ölindustrie eingesetzten Luftdruckkanonen sind so laut, dass sie über tausende Kilometer die Rufe von Walen überdecken können. Damit unterbinden sie die Kommunikation und Partnerfindung der Tiere. Außerdem können Wale über große Distanzen aus ihrem Lebensraum vertrieben oder an der Nahrungssuche gehindert werden. Näher an der Schallquelle drohen dauerhafter Gehörverlust und andere Verletzungen. Im Meer breitet sich Lärm fünfmal schneller und um ein Vielfaches weiter aus als in der Luft. Für Wale, Delfine und viele weitere Meerestiere, darunter zahlreiche Fischarten, ist das Gehör daher der zentrale Sinn für ihr Überleben und ihre Fortpflanzung.

„Bei seismischen Aktivitäten mit Airguns wird alle paar Sekunden sehr starker Schall abgegeben, und das über viele Woche oder sogar Monate“, so Europa-Abgeordneter Kriton Arsenis. „Wir Menschen würden es nicht überstehen, einem solchen Lärm ausgesetzt zu sein. Noch weit schlimmer müssen die Auswirkungen für Meerestiere sein, die von ihrem Gehörsinn abhängen wie wir von unserem Sehsinn.“

Quelle:
Silent Oceans

Über Laura Zahn

Unternehmenskooperationen - Laura Zahn ist bei WDC Deutschland verantwortlich für die Kooperationen mit Unternehmen.