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Screenshot aus der Filmaufnahme, die zwei der Delfine bei der Aussetzung zeigen. (C) Ivanna Kudina / Facebook

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Screenshot aus der Filmaufnahme, die zwei der Delfine bei der Aussetzung zeigen. (C) Ivanna Kudina...

Die Faszination des Verbotenen – Schockierende Undercover-Recherche über Delfinfleisch in italienischen Restaurants

Ein Journalist des TV-Senders Rai Uno deckte auf, dass in der Hafenstadt Civitavecchia und offensichtlich auch in Rom in verschieden Lokalen Gerichte mit Delfinfleisch angeboten werden.

Die Speisen stehen nicht auf der Speisekarte, aber mit dem richtigen Codewort landen ein Salat mit getrockneten Stücken dünn geschnittenem Delfinfleisch oder Delfinfleisch mit frischen Zwiebeln, Sellerie und Tomaten auf dem Tisch.

900 Euro pro Kilo Delfinfleisch

Aufgrund der Medienberichte wurden Ermittlungen durch die Polizei in Italien eingeleitet. Laut Ciro Lungo, Leiter der Polizeieinheit für bedrohte Arten, zeigen die Marktpreise für das Fleisch der unter Schutz stehenden Tierart, dass es offenbar eine „bedeutende Nachfrage“ gebe. Die Rechnung des Undercover-Filmteams habe pro Kopf ohne Wein etwa 100 Euro ausgemacht.

Ein im Zuge der Underover-Recherche gefilmter Fischhändler schätze den Preis für Delfinfleisch in Rom auf bis zu 900 Euro pro Kilo. Das Delfinfleisch stammte, nach Aussagen dieses Fischers, von Delfinen die in Fischernetzen als Beifang endeten. Entweder waren sie, wenn sie an Bord der Schiffe geholt wurden, bereits Tod oder es wurde kurzfristig nachgeholfen. Gelangt ein Delfin ins Netz eines italienischen Fischers, muss dieser ihn grundsätzlich an die Küstenwache aushändigen. Allerdings – so der Besitzer des Restaurants, in dem die Rai-Uno-Journalisten verdeckt recherchierten – gebe es eine simple Möglichkeit, den Behörden zu entkommen. Das Delfinfleisch wird als Haifleisch getarnt.

Gefahren für Delfine im Mittelmeer

Die verschieden Delfinpopulationen im Mittelmeer sind vielen Gefahren ausgesetzt. Die Tötung als Beifang in illegalen Treibnetzen, Nahrungsmangel durch Überfischung, chemische Verschmutzung und Lärm sind nur einige davon. Die Population des Kurzschnäuzigen Gemeinen Delfins wurde durch die IUCN 2008 als „stark gefährdet” eigestuft.

Quelle ORF
Quelle The Guardian

Über Laura Zahn

Unternehmenskooperationen - Laura Zahn ist bei WDC Deutschland verantwortlich für die Kooperationen mit Unternehmen.