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Erfolg für WDC: Geschwindigkeitsbegrenzung für Schiffe bleibt zum Schutz von Walen aufrecht

Die zuständigen US-Ozeanographiebehörde NOAA gab am Freitag, 6. Dezember 2013 bekannt, dass die Geschwindigkeitsbegrenzung für Schiffe in Kraft bleibt. Sie wird auch weiterhin helfen, Kollisionen mit dem Atlantischen Nordkaper zu verhindern.

„Schon seit Jahren, aber besonders intensiv in den letzten Monaten, haben wir uns unermüdlich für diese bedrohte Walart im Nordatlantik eingesetzt. Wir freuen uns über diesen Erfolg und sind auch stolz, dass wir es mit Ihnen gemeinsam geschafft haben. Denn dank der breiten Unterstützung durch FördererInnen und SympathisantInnen konnte sich WDC in Washington für den Schutz des Atlantischen Nordkapers einsetzen“, sagt Regina Asmutis-Silvia, Direktorin von WDC Nordamerika.

Die Geschwindigkeitsbegrenzung gilt für Schiffe von mehr als 65 Fuß Länge und bedeutet, dass diese nicht mehr als zehn Knoten fahren dürfen, um den vom Aussterben bedrohten Atlantischen Nordkaper nicht zu gefährden. Diese Regelung war bereits 2008 in Kraft getreten und sollte fünf Jahre später, am 9. Dezember 2013, auslaufen.

Der Bestand der Atlantischen Nordkaper ist auf weniger als 500 Tiere geschrumpft, Zusammenstöße mit Schiffen sind eine der Hauptgefahren für das Überleben der Art.

Vor genau einem Jahr startete WDC deshalb die Kampagne „ACT RIGHT NOW“, um binnen eines Jahres die Öffentlichkeit für den Schutz dieser Walart zu mobilisieren und Unterstützung für die Geschwindigkeitsbeschränkung zu erhalten. Im Rahmen einer Petition (gemeinsam mit anderen Organisationen wie Humane Society of the United States, Center for Biological Diversity und Defenders of Wildlife) gingen 145.000 öffentliche Kommentare an die US-Ozeanographiebehörde NOAA und forderten diese auf, die Geschwindigkeitsbeschränkung in Kraft zu lassen. Mehr als die Hälfte dieser Kommentare stammte von WDC-UnterstützerInnen.

„Ein Jahr lang haben wir uns darauf konzentriert, dass diese Regelung in Kraft bleibt, da sie für das Überleben des Atlantischen Nordkapers wichtig ist“, sagte Emily Ryane Moss, Leiterin der Kampagne „ACT RIGHT NOW“. „Wir sind froh, dass die verantwortlichen EntscheidungsträgerInnen unsere Einschätzung nun teilten und die Gelegenheit nutzten, bedrohte Nordkaper durch diese Regelung weiter zu schützen.“

Die Küstengewässer, die der Atlantische Nordkaper für die Nahrungsaufnahme, die Paarung oder als Kinderstube nutzt, zählen gleichzeitig zu den am stärksten befahrenen Schifffahrtsstraßen. Eine kürzlich veröffentlichte NOAA-Publikation geht davon aus, dass die Begrenzung der Schiffsgeschwindigkeit die Möglichkeit eines tödlichen Zusammenstoßes mit dem stark gefährden Nordkaper um fast 90 % reduziert.

„Wir haben in den letzten fünf Jahren gelernt, dass diese Regelung weder eine ökonomische Einschränkung darstellt, noch die Sicherheit der Industrie beeinträchtigt. Was wir aber sicher wissen: Sie ist von unermesslichem Nutzen, um eine gefährdete Art zu schützen“, sagt Asmutis-Silvia. „Die Geschwindigkeitsbeschränkung reduziert nicht nur das Risiko für Zusammenstöße mit Walen, sondern verringert auch Lärm und Luftverschmutzung. Das kommt letztendlich auch uns Menschen zugute.“

Erfahren Sie mehr über den Atlantischen Nordkaper

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Laura Zahn

Über Laura Zahn

Unternehmenskooperationen - Laura Zahn ist bei WDC Deutschland verantwortlich für die Kooperationen mit Unternehmen.