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Fünf Buckelwalpopulationen im Nordpazifik identifiziert

Einer neuen Studie zufolge durchwandern fünf unterschiedliche Populationen von Buckelwalen jedes Jahr den Nordpazifik – von ihren Nahrungsgründen im Süden zu den Aufzuchtsregionen im Norden. Diese Erkenntnis ist ein wichtiger Aspekt für die Schutzbemühungen rund um die stillen Riesen der Meere.

Buckelwale kommen in allen Ozeanen vor, durch den Walfang wurde ihre Zahl jedoch stark dezimiert. Mit Ende des kommerziellen Walfangs 1966 gab es im Nordpazifik nur noch ca. 1.000 Buckelwale, der Bestand stieg seither  auf heute ca. 21.000 Individuen, stätig.
Eine Erfolgsgeschichte, die die US-Regierung bereits dazu bewegt hat, die Unterschutzstellung der Buckelwalpopulation im Nordpazifik unter dem „Endangered Species Act“ in Frage zu stellen. Erst im Frühjahr 2013 forderte die „Hawaiis Fischerman Alliance“, den Nordpazifischen Buckelwal von der Liste der gefährdeten Tiere zu streichen, da sich die Population angeblich bereits ausreichend erholt hätte.

Doch neue Studien zeigen klar, dass die Buckelwale im Nordpazifik nicht als eine Gruppe behandelt werden sollten, sondern dass es sich tatsächlich um fünf verschiedene Populationen mit unterschiedlichen Nahrungs- und Aufzuchtsorten handelt. Die Populationen vermischen sich untereinander nicht und unterscheiden sich klar.

Genetische Tests

Die erwähnten Studien basieren auf fast 2.200 DNA Analysen die während der letzten 3 Jahre von Buckelwalen im Nordpazifik gesammelt wurden und Fotoidentifikationen. Die Daten zeigen, dass  – obwohl sie einen ganzen Ozean zur Verfügung haben – die unterschiedlichen Populationen immer wieder zu denselben Orten zurückkehren. Diese Treue zu den gewohnten Wanderrouten basiert offenbar auf ihrer Tradition und der Kindheit. Buckelwale unternehmen eine Wanderung von den Paarungsgründen zu den Nahrungsgründen gemeinsam mit der Mutter, dieser Route bleiben sie dann ihr ganzes Leben lang treu und geben sie auch ihren eigenen Nachkommen weiter.
„Das sind die Forschungsergebnisse, auf die wir gewartet hatten. Nun bleibt zu hoffen, dass die amerikanische Fischereibehörde die Daten richtig bewertet und einer Herablistung der Buckelwale eine klare Absage erteilt.“ WDC-Expertin Astrid Fuchs zur Situation der Buckelwale im Nordpazifik.
 
Die Bedeutung für den Schutz des Buckelwals

Die größte Gefahr für die Buckelwale im Nordpazifik war in der Vergangenheit der Walfang. Heute ist die größte Gefahr für Buckelwale im Nordpazifik die Verletzung durch Fischernetze, Schiffskollisionen und die Umweltverschmutzung. Bis heute findet man Walfleisch von Buckelwalen aus dem Nordpazifik auf den Fischmärkten von Japan und Korea.

Für die Zukunft der Buckewale im Nordpazifik wird es entscheidend sein, dass die unterschiedlichen Populationen auch als solche behandelt werden.

Quelle: NBC News und bigstory.ap

Über Laura Zahn

Laura Zahn arbeitet bei WDC Deutschland im Bereich Kommunikation. Sie ist zuständig für die Erstellung von News und Blogs sowie unsere Newsletter. Außerdem arbeitet Laura bei der Entwicklung und Koordination von Kampagnen mit.