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Studie bestätigt: Ölsuche führte zu Massenstrandung vor Madagaskar

Experten und die Regierung Madagaskars bestätigten in einem von der Wildlife Conservation Society (WCS) am 25. September 2013 veröffentlichten Bericht, dass für die Massenstrandung von Breitschnabeldelfinen im Nordwesten Madagaskars im Jahr 2008 intensive Schallwellen verantwortlich waren. Diese Schallimpulse wurden von der Firma ExxonMobil auf der Suche nach Öl verwendet.

Bisher führten Forscher zwei Studien durch und kamen zu dem Ergebnis, dass ihre Beobachtungen Behauptungen widersprechen, gemäß welchen militärisches Sonar keinen Einfluss auf Blauwale und andere verwandten Arten der Bartenwale hat.

Jetzt hat eine unabhängige Gutachtergruppe, welcher Experten der WCS, des International Fund for Animal Welfare (IFAW), der National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA), der Internationalen Walfangkommission IWC  und der Regierung Madagaskars angehören, herausgefunden, dass die Massenstrandung der ca.100 Breitschnabeldelfine im Nordwesten Madagaskars im Jahr 2008 durch akustische Signale ausgelöst wurde.

In Reaktion auf die Strandung organisierte WCS mit Hilfe von IFAW ein internationales Strandungsteam, das einen Großteil der gestrandeten Wale retten konnte und die toten Wale obduzierte.

Der Bericht fasst zusammen: „Die Gefahr von Verhaltensreaktionen und indirekten oder tödlichen Verletzungen durch die Verwendung ähnlicher MBES (Multi-Beam Echosounder Systeme) sollte in Zukunft bei der Prüfung, der Planung und Entscheidungen Umweltbereich beachtet werden.“

Was bisher nur Vermutungen waren und stets von der Ölindustrie bestritten wurde, beweist nun die Studie: Der Unterwasserlärm hat tödliche Auswirkungen auf Wale und Delfine.

>> Zum Blog „Knalleffekt“ von Nicolas Entrup, Shifting Values

Sonar bedroht Wale und Delfine

Die Populationen von Walen und Delfinen weltweit sind im letzten Jahrhundert um 95% zurückgegangen. Vor allem Großwale und tief tauchende Wale und Delfine sind sehr empfindlich für Sonare, die von Schiffen und  militärischen U-Booten verwendet werden, um andere Schiffe ausfindig zu machen.
Sonarsysteme können Wale aus ihren Lebensräumen vertreiben, den Tieren Verletzungen zufügen und sie gar töten.   

Anhand von 17 Blauwalen, die mit einem Sender versehen wurden, fanden Wissenschaftler heraus, dass Sonar-Töne die riesigen Meeressäuger bei der Nahrungssuche und auch am Fressen selbst hindern. Da sie bis eine Stunde nach der Störung durch das Sonar nichts fressen, führt das schließlich zu einem Verlust von rund einer Tonne Krill für die Tiere. Des Weiteren meiden sie im Folgenden die vom Lärm betroffenen Gebiete.

„Für Wale und Delfine ist das Hören so wichtig wie für den Menschen das Sehen – sie kommunizieren, suchen Nahrung und orientieren sich anhand der Töne“, sagte WDC-Mitarbeiterin Sarah Dolman. „Unterwasserlärm bedroht gefährdete Populationen, vertreibt sie aus Gebieten, die wichtig für ihr Überleben sind und kann sie bis in den Tod treiben.“

Lärmschutz in Europa

Auch in Europa wurde aktuell die Frage nach der Sicherheit von Walen und Delfinen bei seismischen Aktivitäten im Mittelmeer aufgegriffen. Der italienische EU-Parlamentsabgeordnete Andrea Zanoni forderte das europäische Parlament mittels einer schriftlichen Anfrage auf, Stellung zu dem Umfang der seismischer Untersuchungen im Mittelmeer und der verwendeten Techniken zu nehmen. Das europäische Parlament antwortete, dass es keinen umfassenden Überblick habe. Die Kommission analysiere die von den Mitgliedstaaten eingereichten Berichte, welche u.a. Informationen zu Offshore-Aktivitäten enthalten, zusammen mit der Meeresrahmenrichtlinie. Es liege in der Verantwortung der einzelnen Mitgliedstaaten, Lärm produzierende Aktivitäten zu beobachten und sich mit Nachbarländern abzustimmen. Im Juli 2014 sollen die Mitgliedstaaten ein Überwachungsprogramm einsetzen und spätestens bis Juli 2015 Maßnahmen entwickeln, welche zum Erreichen bzw. zum Erhalten eines guten ökologischen Zustandes im Meer im Jahr 2020 führen.

Höllenlärm im Mittelmeer – werden Sie aktiv!

Derzeit finden seismische Untersuchungen in der kroatischen Adria statt. Bei diesen wurde keine Umweltverträglichkeitsprüfungen (UVPs) durchgeführt – das ist unverantwortlich! Ginge es allerdings nach den Interessen der Ölindustrie, so sollen UVPs erst gar nicht vorgeschrieben werde.

Helfen Sie, die Wale und Delfine vor der kroatischen Küste vor Lärm zu schützen, indem Sie diese Petition von OceanCare unterschreiben – DANKE!

 

Über Laura Zahn

Unternehmenskooperationen - Laura Zahn ist bei WDC Deutschland verantwortlich für die Kooperationen mit Unternehmen.