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Screenshot aus der Filmaufnahme, die zwei der Delfine bei der Aussetzung zeigen. (C) Ivanna Kudina / Facebook

Vier Delfine aus Delfinarium an der Krim ausgesetzt

Screenshot aus der Filmaufnahme, die zwei der Delfine bei der Aussetzung zeigen. (C) Ivanna Kudina...

Delfinarium in Rimini muss schließen

Wegen schlechter Haltungsbedingungen muss das Delfinarium in Rimini, Italien, geschlossen werden. Das gab die Staatsanwaltschaft in Italien vor einigen Tagen bekannt. 

Weil die Betreiber des Delfinariums im beliebten Badeort Rimini an der italienischen Küste mit der mangelhaften Haltung von vier Großen Tümmlern sowohl gegen das italienische Zoogesetz sowie das Strafgesetzbuch verstoßen hatte, muss das Delfinarium nun schließen  und zusätzlich 18.000 € Strafe zahlen. Grundlage für diese bis dato einmalige Entscheidung in Europa bildete eine Untersuchung der Corpo Forestale (nature police) im Juli. Den vier dort lebenden Delfine (zwei Weibchen und zwei Männchen) wurden Medikamenten verabreicht, darunter Beruhigungsmittel gegen Aggressivität und Hormone, um das Sexualverhalten der Delfine zu beeinflussen.

Die Delfine hatten zudem bei Temperaturen bis zu 35°C keine Möglichkeit, sich in einen Schattenbereich zurückzuziehen. Außerdem wurde bekannt, dass das Kühl- und Reinigungssystem des Beckens nicht richtig funktioniert hat. Es war darüberhinaus kein weiteres Becken für kranke oder unter Quarantäne stehende Delfine vorhanden.
Die vier Delfine werden nun in das Delfinarium in Genua gebracht, wo sie in einem separaten Becken gehalten werden und nicht in Shows auftreten müssen.

 „Die von WDC durchgeführte Akteneinsicht im Nürnberger Delfinarium hat vergleichbar alamierende Informationen ans Tageslicht gebracht. Auch hier in Deutschland werden die Tiere mit Psychopharmaka und Hormonen behandelt um ihr Verhalten und haltungsbedingte Aggressionen zu kontrollieren. WDC lässt derzeit von einem Juristen prüfen ob vergleichbare juristische Schritte in Deutschland erfolgsversprechend wären“, sagt der WDC Meeresbiologe Dr. Karsten Brensing.

WDC setzt sich mit der Kampagne „Für eine EU gegen Delfinarien“ dafür ein, die EU zur delfinarienfreien Zone zu machen. Weitere Infos zur Kampagne hier >>

Quelle: Bornfree

Über Laura Zahn

Unternehmenskooperationen - Laura Zahn ist bei WDC Deutschland verantwortlich für die Kooperationen mit Unternehmen.