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Screenshot aus der Filmaufnahme, die zwei der Delfine bei der Aussetzung zeigen. (C) Ivanna Kudina / Facebook

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Screenshot aus der Filmaufnahme, die zwei der Delfine bei der Aussetzung zeigen. (C) Ivanna Kudina...

Mitarbeiter des Blue World Institut in Kroatien treffen auf einen harpunierten Delfin


Während einer routinemäßigen Forschungsfahrt stießen Mitarbeiter des Blue World Institut am 24.8.2013 in der Region der Kornaten, nahe der Insel Olib, auf einen verletzten Delfin. Im Rücken des schwer verletzten Meeressäugers steckte eine ca. 1 Meter lange Speerharpune. Die Harpune hatte sich direkt vor der Rückenflosse tief in das Fleisch des Delfins gebohrt. Trotz seiner Verletzung schwamm und tauchte er Richtung Norden, man vermutet daher, dass die Verletzung noch nicht lange zurück lag. Aufgrund schlechter Wetterbedingungen konnten die Forscher nicht nahe genug an das Tier heran, um die Wunde im Detail zu untersuchen. Man befürchtet jedoch, dass sich die Harpune unter ihrem Gewicht und durch die Bewegungen des Delfins weiter in sein Fleisch bohren wird. Es ist leider unklar, ob der Delfin die Verletzung überleben wird, und dies hängt wahrscheinlich davon ab, ob man die Möglichkeit erhält die Harpune zu entfernen oder nicht.

Der ID-Katalog des Blue World Institut wurde in den letzten 25 Jahren aufgebaut und verfügt über Fotos von mehr als 1.000 Großen Tümmlern die im kroatischen Teil der Adria gesichtet wurden. Aufgrund dieser umfassenden Datenbank konnten die Forscher feststellen, dass der verletzte Delfin zu den 20 besterforschten Delfinen in der Region von Lošinj und Kvarnerić zählt. Das erste Mal wurde er am 16.06.2004 gesichtet, woraufhin er den Namen Bojan erhielt. Die Mitarbeiter des Blue World Institut sahen ihn in den letzten Jahren insgesamt 55-mal. Das letzte Mal wurde er am 8. August 2013 gesehen, der unverletzte Bojan schwamm an diesem Tag zwischen Lošinj und Orjula.

Kroatien hat, als eines von wenigen Ländern weltweit,  Delfinarien verboten und die lokale Population der Großen Tümmler gesetzlich unter Schutz gestellt. Das vorsätzliche Verletzen oder Töten von Delfinen ist daher auch mit einer hohen Strafe verbunden. Leider ist dies trotzdem nicht der erste Vorfall dieser Art. Vor einigen Jahren wurde ein Delfin auf dieselbe Art und Weise getötet.

Sollten Sie den Delfin Bojan sichten oder Informationen über die Täter erhalten, wenden Sie sich bitte umgehend an die Mitarbeiter des Blue World Institut in Kroatien ([email protected]) damit diese hoffentlich die Chance erhalten, Bojan zu helfen.

Quelle: Blue World Institut

Über Laura Zahn

Unternehmenskooperationen - Laura Zahn ist bei WDC Deutschland verantwortlich für die Kooperationen mit Unternehmen.