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Vor der Entscheidung: Im antarktischen Ozean könnte bald das größte Meeresschutzgebiet der Welt entstehen

Die Sondersitzung der internationalen Kommission zur Erhaltung der lebenden Meeresschätze in der Antarktis (CCAMLR), die auf Initiative der Bundesregierung vom 11. bis 16. Juli in Bremerhaven stattfindet, könnte zum Meilenstein auf dem Weg zur Schaffung des weltweit größten Meeresschutzgebietes im antarktischen Ozean werden. Diese Erwartung äußerten heute Vertreter der Antarktic Ocean Alliance, eines Zusammenschlusses von 30 internationalen Umweltorganisationen der auch WDC angehört.

Die Tagung der Schutzkommission CCAMLR in Bremerhaven wurde anberaumt, weil sich deren Mitgliedsstaaten im Oktober letzten Jahres nicht über die Ausweisung der Meeresschutzgebiete einigen konnten. Alle Entscheidungen der CCAMLR bedürfen der Einstimmigkeit.

Ein sicheres Zuhause im Rossmeer und der Ostantarktis

Zur Entscheidung stehen zwei Vorschläge: Die USA und Neuseeland wollen im Rossmeer eine Fläche von 2,3 Mio. km² als Meeresschutzgebiet ausweisen, einschließlich einer 1,6 Mio. km² großen Zone, die für sämtliche Ressourcenentnahmen gesperrt sein soll. Das Rossmeer ist eines der letzten marinen Ökosysteme, die relativ intakt und Heimat für eine artenreiche Meeresfauna sind. Der zweite Vorschlag von Australien, Frankreich und der Europäischen Union bezieht sich auf sieben Gebiete mit einer Gesamtfläche von 1,63 Mio. km², die im Küstenbereich der Ostantarktis geschützt werden sollen.

Übernehmen die Mitgliedsstaaten endlich globale Verantwortung?

Der antarktische Ozean ist Heimat für mehr als 10.000 Arten, darunter die meisten Pinguine der Welt, Wale, Seevögel, Koloss-Kalmare sowie der außergewöhnliche Riesen-Antarktisdorsch. “Würden beide Vorschläge verwirklicht, entstünde ein marines Schutzgebiet, das doppelt so groß wäre wie alle derzeit bestehenden umfassend geschützten Meeresgebiete und erstmals würde ein derart großes Gebiet von einer multinationalen Gruppe eingerichtet,“ sagt Dr. Rodolfo Werner von Pew Charitable Trusts’ Antarctic marine campaign, einer Nichtregierungsorganisation. „Wir fordern von Mitgliedsstaaten der internationalen Schutzkommission, globale Verantwortung zu übernehmen und mit der Ausweisung der größten Meeresschutzzone ein dauerhaftes Vermächtnis an künftige Generationen zu errichten.“

„Ein solches Vermächtnis hätte einen unermesslichen Wert für den globalen Meeresschutz“, betont Fabian Ritter, Leiter der WDC-Kampagne für Meeresschutzgebiete. Die in der Antarctic Ocean Alliance zusammenarbeitenden Nichtregierungsorganisationen wollen erreichen, dass die Delegierten aus den 24 Mitgliedsstaaten der CCAMLR sowie der Europäischen Union nicht nur einen, sondern beide in Bremerhaven zur Verhandlung stehenden Vorschläge annehmen.

“Die Gewässer sowie die Flora und Fauna der Antarktis stehen derzeit unter wachsendem Druck durch Ölbohrungen, Rohstoffförderung und Fischfang und so haben die Schutzkommission CCAMLR und ihre Mitgliedsstaaten die Chance, zur rechten Zeit das Richtige zu tun, bevor es zu spät ist“, sagt

Dr. Onno Groß, Direktor von Deepwave.

“Die Welt beobachtet genau, was bei der CCAMLR-Tagung in Bremerhaven herauskommt“, sagt

Steve Campbell, der Kampagnenleiter der Antarctic Ocean Alliance. Der antarktische Ozean sei ein unvergleichliches globales Gemeingut. Diesen Lebensraum mit seiner großen Artenvielfalt zu schützen, sei ein Gewinn für uns alle.

Fordern Sie noch heute die Politiker auf, in Bremerhaven die richtige Entscheidung zu treffen und unterzeichnen Sie die Petition der Antarctic Ocean Alliance >>>

Quelle:
Pressemitteilung AOA

Über Laura Zahn

Unternehmenskooperationen - Laura Zahn ist bei WDC Deutschland verantwortlich für die Kooperationen mit Unternehmen.