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Walfleischtransport im Hamburger Hafen

Nach den Berichten über einen Walfleischtransport über den Hamburger Hafen beobachtet WDC nach wie vor genau die Situation. Die Cosco Pride, ein aus Rotterdam kommendes Transportschiff, war am 5. Juli im Hamburger Hafen  mit sechs Containern isländischem Finnwal-Fleisch eingelaufen. Das Fleisch war am 06. Juli vom Schiff abgeladen worden. Nachdem der Zoll und die zuständige Behörde vom Bundesumweltministerium die Papiere eingehend geprüft hatten, musste der Zoll das Fleisch jedoch zum Weitertransport freigeben. Auch Medienberichte über eine falsche Deklarierung der Ware erwiesen sich als nicht richtig. Die Zollfahndung erklärte am 10. Juli gegenüber WDC, dass zwar die Ladeliste der Cosco Pride die Ware fälschlich als „gefrorenen Fisch“ geführt hatte. Diese Liste ist jedoch für den Zoll nicht von Relevanz. Da die relevanten CITES-Papiere alle einwandfrei ausgestellt sind, haben die Deutschen Behörden nun keine Möglichkeit, das Fleisch weiter einzubehalten.

Seit Beginn der Fangsaison Mitte Juni sind inzwischen mindestens 22 Finnwale getötet worden. Berichten zufolge wurde das Fleisch im Hafen von Rotterdam von einem Schiff der Transportgesellschaft Samskip auf die Cosco Pride umgeladen. Samskip hatte das Fleisch aus Island nach Rotterdam transportiert.

WDC hatte erst vor ein paar Wochen gegenüber der EU Kommission Besorgnis über den Transit von Walfleisch, das zwischen Island, Norwegen und Japan gehandelt wird, durch EU Häfen zum Ausdruck gebracht. Diese drei Walfangnationen missachten nach wie vor internationale Abkommen, die derartige Handelsgeschäfte verbieten. WDC ist der Meinung, dass die EU, die selbst den Handel mit Walfleisch verbietet, keine Ausnahmen für Drittländer machen sollte, welche  EU-Häfen für den Transit von in der EU verbotenen Produkten nutzen.

Obwohl das Fleisch faktisch nicht in die EU eingeführt wird, ist WDC der Meinung, dass die EU durch die Duldung dieser Transitgeschäfte den Handel mit einer geschützten Tierart, die darüber hinaus durch diverse EU Gesetze geschützt ist, erleichtert und so indirekt unterstützt.

Über Laura Zahn

Unternehmenskooperationen - Laura Zahn ist bei WDC Deutschland verantwortlich für die Kooperationen mit Unternehmen.