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Screenshot aus der Filmaufnahme, die zwei der Delfine bei der Aussetzung zeigen. (C) Ivanna Kudina / Facebook

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Screenshot aus der Filmaufnahme, die zwei der Delfine bei der Aussetzung zeigen. (C) Ivanna Kudina...

Islands Finnwaljäger Kristjan Loftsson hat bestätigt, dass sein Walfangunternehmen Hvalur hf. die Jagd auf gefährdete Finnwale nach einer Pause von zwei Jahren im nächsten Monat wieder aufnehmen will.
Bei der letzten Jagd auf Finnwale im Jahr 2010 wurden 148 Wale getötet.  

Loftsson deutete gestern in einem Interview mit der Zeitung Morgunbladid an, dass zwei Walfangschiffe, die Hvalur 8 und die Hvalur 9, zum Einsatz kommen und nun auf den Saisonstart vorbereitet würden. Die Jagd und die Weiterverarbeitung der Wale soll 150 Menschen beschäftigen. Letztere werde in der Walfangstation Hvalfjordur, dem Kühlhaus des Unternehmens in Hafnarfjordur sowie möglicherweise in Akranes stattfinden.

2013 ist das letzte Jahr aus der Fünf-Jahres-Quote, die 2009 vergeben wurde. Die 2013er Quote sieht die Tötung von 154 Finnwalen vor. Zudem können 20% der ungenutzten Quote aus dem letzten Jahr zusätzlich aufgeschlagen werden, was eine Gesamtquote von 184 Tieren ergibt. Loftsson hatte in der Vergangenheit verschiedene Gründe für das Aussetzen der Finnwaljagd in den Jahren 2011 und 2012 genannt, darunter ein schrumpfender Markt in Japan (traditionell der Hauptabsatzmarkt) sowie Schwierigkeiten mit der Arbeiterschaft in Island.

Vanessa Williams-Grey, WDC-Expertin für Walfang in Island, kommentiert: “Große Ankündigungen, den Walfang wieder aufzunehmen, die er dann später unter Nennung verschiedenster Gründe wieder zurückzunimmt,  sind für Loftsson nicht untypisch. Wir hoffen inständig, dass es sich auch diesmal lediglich um ein Säbelrasseln handelt. Dennoch behalten wir die Situation genau im Auge und sind mit unseren Kontakten in Island in ständigem Kontakt.“

Quellen: Icelandreview, Mbl.is

Über Laura Zahn

Unternehmenskooperationen - Laura Zahn ist bei WDC Deutschland verantwortlich für die Kooperationen mit Unternehmen.