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Isländische Demonstrant:innen posieren in Reykjavik mit dem WDC-Banner gegen den Walfang. © WDC

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Im Februar berichteten wir über die Massenstrandung von mindestens 21 Gemeinen Delfinen vor Irlands Küsten. Die Tiere waren schon vor der Strandung gestorben. Bisher war nichts über die Gründe, die zu dieser selten hohen Anzahl an gestrandeten Meeressäugern führten, bekannt. Untersuchungen seitens des Labors der Behörde für Landwirtschaft, Ernährung und Marine in Irland haben nun ergeben, dass sie erstickt sind.

Wunden am Körper und Fische in den Mägen der Delfine bestätigten, dass pelagische Schleppnetze, in welchen sich die Delfine verfangen und infolgedessen verendeten, die Ursache für den Erstickungstod der Tiere sind. Diese Netze werden von vielen irischen und ausländischen Schiffen benutzt. Die Irish Whale and Dolphin Group (IWDG) glaubt, dass ein großer, ausländischer Schleppnetzfischer für diesen Beifang verantwortlich ist. Denn die großen, irischen Schiffe werden erst im März im Norden Schottlands eingesetzt, während die kleineren Boote aufgrund eines Sturms zu dieser Zeit im Hafen vertäut geblieben waren.
An allen europäischen Schiffe mit einer Länge über 15m muss nach europäischem Gesetz ein unabhängiger Beobachter an Bord sein, der den Beifang an Meeressäugern dokumentieren und die Fischereien mit hohen Beifangraten identifizieren soll.
Die Beifang-Regulierung 812/2004 legt die Anzahl der zu überwachenden Schiffe und das Gebiet, in dem die Beobachter eingesetzt werden müssen, fest.

Die Iren haben während der beiden letzten Fangsaisons an Studien über den Beifang an Meeressäugern mitgearbeitet. Über das Ausmaß des Beifangs bei ausländischen Schiffen gibt es keine Daten. Die IWDG wünscht sich, dass die irische Regierung alle ausländischen Schiffe einer bestimmten Größe auffordert, den Vorschriften Folge zu leisten.
Die Irische Regierung ist verpflichtet, alle Walarten in irischen Gewässern zu schützen. Wenn festgestellt wurde, dass eine Fischerei eine hohe Beifangrate aufweist, muss alles Mögliche getan werden, um die Beifänge auf ein Minimum zu reduzieren.

Kein Schutz vor Netzen in Schutzgebieten

Selbst in ausgewiesenen Meeresschutzgebieten sind Wale und Delfine, auch in Nord- und Ostsee, nach wie vor praktisch schutzlos vor kilometerweiten Fangnetzen. Der in der Ostsee heimische Schweinswal steht aus diesem Grund kurz vor dem Aussterben.  

Unterstützen Sie unsere Kampagne für sichere Meeresschutzgebiete und helfen Sie Walen jetzt!

Quelle: IWDG

Über Laura Zahn

Unternehmenskooperationen - Laura Zahn ist bei WDC Deutschland verantwortlich für die Kooperationen mit Unternehmen.