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Während noch immer in der Todesbucht von Taiji Delfine gefangen werden, musste WDC nun erfahren, dass am 17. Februar zwei Belugas von Wladiwostok nach Taiji transportiert und dort gegen vier Delfine eingetauscht wurden. Bei diesen Belugas, einem Männchen und einem Weibchen – beide vermutlich 4 Jahre alt –  handelt es sich um Wildfänge, die im fernen Osten Russlands gefangen worden sind.

Medienberichten zufolge wurden die Belugas in derselben Anlage untergebracht, in der auch die Delfine gehalten werden, die bei den Treibjagden gefangen wurden. Diese Anlagen dienen dazu, die Delfine, die die grausame Jagd überlebt haben, an die Haltung in Gefangenschaft zu gewöhnen, bevor sie an Delfinarien im eigenen Land oder ins Ausland verkauft werden.

Nicht nur zeigt sich hier einmal mehr die Grausamkeit der alljährlichen Treibjagden, sondern auch, wie unmittelbar die Delfinarienindustrie und der weltweite Handel mit Walen und Delfinen miteinander verknüpft sind.
Dieser jüngste Austausch zwischen Japan und Russland ist ein weiterer Beleg für diesen unethischen und zerstörerischen Lebendhandel mit Belugas.

Diese Belugas gehören vermutlich zu derselben Population, an der auch das Georgia Aquarium Interesse gezeigt hat. Das Georgia Aquarium und fünf weitere amerikanische Einrichtungen haben den Import von 18 wild gefangenen Belugas beantragt. WDC hat sich gegen den angekündigten Import in die USA ausgesprochen. Aber noch immer steht die Entscheidung der US-Fischereibehörde (NMFS) bezüglich der Erlaubnis für das Georgia Aquarium aus.

Es soll hier angemerkt werden, dass das Georgia Aquarium sich hierbei keinesfalls von anderen Einrichtungen unterscheidet, die weiterhin den Fang von wildlebenden Walen und Delfinen veranlassen. Die Einrichtung macht sich letztendlich mitschuldig an der Aufrechterhaltung eines zerstörerischen Kreislaufes, den das Geschäft mit der Gefangenschaftshaltung nach sich zieht, inklusive der Delfintreibjagd in Taiji.

Quelle: VL.ru

Über Laura Zahn

Unternehmenskooperationen - Laura Zahn ist bei WDC Deutschland verantwortlich für die Kooperationen mit Unternehmen.