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Screenshot aus der Filmaufnahme, die zwei der Delfine bei der Aussetzung zeigen. (C) Ivanna Kudina / Facebook

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Screenshot aus der Filmaufnahme, die zwei der Delfine bei der Aussetzung zeigen. (C) Ivanna Kudina...

Gefährliche Netze gehören nicht in Meeresschutzgebiete, lautet das Credo des Sachverständigenrats für Umweltfragen (SRU)  in seiner heutigen Pressemitteilung.

In ihrer Stellungnahme zeigen sich die Experten, die die Bundesregierung regelmäßig in Umweltfragen beraten, deutlich besorgt über die Zukunft des einzigen Wals, der in deutschen Gewässern heimisch ist: der Schweinswal.

Der SRU kritisiert vor allem den schleppenden Prozess der Verhandlungen über einen Vorschlag zu Fischereimaßnahmen für die bereits seit 2007 bestehenden Meeresschutzgebiete in Nord- und Ostsee. In diesen Gebieten ist der Schweinswal streng geschützt – aber bisher nur auf dem Papier.

Die Fischerei ist bis heute ohne Einschränkungen auch in Schutzgebieten erlaubt. Und das wird sie solange bleiben, bis die EU die von der Bundesregierung eingebrachten Vorschläge zur Regulierung der Fischerei akzeptiert hat. Doch über diese Vorschläge wird derzeit noch auf Ministerialebene gestritten.

Die vom fischereinahen Heinrich–von-Thünen Institut vorgeschlagene Verwendung von akustischen Scheuchvorrichtungen an Stellnetzen, die für Schweinswale besonders gefährlich sind, lehnt der Sachverständigenrat entschieden ab. Die Schweinswale gerade aus den Gebieten zu verscheuchen, in denen sie eigentlich dezidiert geschützt werden sollen, sei schlichtweg keine Lösung. Stellnetzfischerei muss beschränkt werden und alternative Fangtechniken sollten gezielt gefördert und etabliert werden.

WDC fordert Landwirtschaftsministerin Aigner und Bundesumweltminister Altmaier eindringlich dazu auf, Fischereivorschläge vorzulegen, die dem besonderen Schutzstatus der Schweinswale auf nationaler sowie EU-Ebene Rechnung tragen. Hochgradig beifang-anfällige Stellnetze haben in Schutzgebieten für den Schweinswal nichts zu suchen.

„Die Bundesregierung gibt vor, um den Schweinswale deutschen Gewässern besorgt zu sein. Die politischen Taten sprechen jedoch eine andere Sprache. Es fehlt bisher an jeglichen konkreten Schutzmaßnahmen, und so wie die Pläne derzeit aussehen, wird sich das auch nicht wesentlich ändern. Dass jetzt selbst der SRU so deutlich Stellung bezieht, ist ein deutliches Zeichen dafür, dass den schönen Worten endlich ehrliche Taten folgen müssen. Mit Lippenbekenntnissen rettet man keine Wale! „

Weitere Informationen zur Kampagne „Walheimat“ finden Sie hier >>

Über Laura Zahn

Unternehmenskooperationen - Laura Zahn ist bei WDC Deutschland verantwortlich für die Kooperationen mit Unternehmen.