Zum Inhalt springen
Alle News
  • Alle News
  • Beifang
  • Delfinarien
  • Grüner Wal
  • Meeresschutz
  • Plastik
  • Walbeboachtung
  • Walbeobachtung
  • Walfang
Ein harpunierter Finnwal wird abgeschleppt. (C) WDC

Isländische Walfänger:innen töten erste Finnwale in vier Jahren

Ein geschlachteter Finnwal wird an Land zerlegt. (C) WDC Vor Island wurden heute erstmals seit...
Ein getöteter Finnwal wird an der isländischen Küste zerlegt. (C) WDC

Walfang schadet Islands Image

Ein getöteter Finnwal wird an der isländischen Küste zerlegt. (C) WDC 2023 läuft die derzeitige...
Orcas im Freizeitpark SeaWorld (C) Bernard Auton

Orca-Baby wird in China der Öffentlichkeit präsentiert

Orcas im Freizeitpark SeaWorld (C) Bernard Auton Trainer:innen beginnen bereits, den jungen Orca für die...
© Mark Voltier

Japan beginnt diesjährige Saison für kommerziellen Walfang

150 Brydewale und 25 Seiwale stehen auf der Abschussliste der diesjährigen Walfangsaison, in den weiter...


Im Südpolar existieren die letzten unberührten marinen Ökosysteme der Erde. Foto: Fabian Ritter

Das Übereinkommen über die Erhaltung der lebenden Meeresschätze der Antarktis CCAMLR versäumte am letzten Tag der zweiwöchigen Konferenz im tasmanischen Hobart, Meeresschutzgebiete im antarktischen Südmeer einzurichten. Das Organisationsbündnis Antarctic Ocean Alliance (AOA),dem auch WDC angehört, ist bestürzt über diese Entscheidung.

Zwei Vorschläge für wichtige Gebiete im antarktischen Südmeer wurden während des Treffens der 24 Vertragsstaaten diskutiert. Dabei ging es um eine 1,6 Millionen km² große Schutzzone im Rossmeer, dem unberührtesten und intaktesten marinen Ökosystems dieser Erde, sowie um 1,9 Millionen km², die im Küstenbereich der Ostantarktis geschützt werden sollten.

Es ist erst das zweite Mal in der Geschichte des Abkommens, dass man sich auf ein spezielles Interims-Treffen verständigte, das im Juli 2013 in Deutschland stattfinden soll. Bis dahin soll sämtliches wissenschaftliches Material über die vorgeschlagenen Schutzgebiete vorliegen. Auch eine Reihe Länder brachte ihre tiefe Enttäuschung über den fehlenden Fortschritt des diesjährigen Treffens zum Ausdruck.

Die Zeit drängt

Einen guten wissenschaftlichen Grund, die Entscheidung über die Einrichtung von Meeresschutzgebieten im Rossmeer und der östlichen Antarktis zu verschieben, habe es nicht gegeben, kommentierte der WWF, ebenfalls Teil des AOA-Verbandes.
Bei der Interims-Tagung müsse das definitiv letzte Wort über die Vorschläge gesprochen werden, denn die Zeit renne davon.

„Die AOA und alle 30 der ihr verbundenen Organisationen werden nun ihre Bemühungen verdoppeln, um CCAMLR dazu zu drängen, die Versprechungen, ein Netzwerk an Schutzgebieten in der Antarktis zu errichten, einzuhalten“, sagt Steve Campbell von der AOA.

„Heute ist ein schwarzer Tag für den weißen Kontinent. Mehr als ein Jahr haben Umweltschützer für die Schutzgebiete gekämpft. Wir sind tief enttäuscht, dass sich die Politiker nicht zu einer positiven Entscheidung durchgerungen haben. Offenbar sind kurzfristige Interessen v.a. der Fischerei immer noch stärker als der Schutz des antarktischen Kontinents als Ganzes“, schlussfolgert Fabian Ritter, Leiter der WDC-Kampagne für Meeresschutzgebiete.

Über Laura Zahn

Unternehmenskooperationen - Laura Zahn ist bei WDC Deutschland verantwortlich für die Kooperationen mit Unternehmen.