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Screenshot aus der Filmaufnahme, die zwei der Delfine bei der Aussetzung zeigen. (C) Ivanna Kudina / Facebook

Vier Delfine aus Delfinarium an der Krim ausgesetzt

Screenshot aus der Filmaufnahme, die zwei der Delfine bei der Aussetzung zeigen. (C) Ivanna Kudina...

Am 1. September 2012 startete im japanischen Taiji erneut die Treibjagdsaison.
Wie jedes Jahr werden Delfine und kleinere Wale in die Bucht getrieben, dort gefangen gehalten und von internationalen Interessenten begutachtet. Einige von ihnen werden an Vergnügungsparks oder Aquarien verkauft. Der Rest wird auf grausame Weise getötet oder wieder in die Freiheit entlassen.

Die Treibjagden finden in den Monaten September bis April statt. Kleine Motorboote treiben die Tiere auf dem Meer  zusammen und dann in die kleine, versteckte Bucht.  Dort werden sie, oftmals erst nach mehreren Tagen in Gefangenschaft, getötet.
Obwohl Studien belegten, dass das Fleisch der Delfine stark mit Quecksilber und anderen Schadstoffen belastet ist, geht der Verkauf weiter. Viele Einheimische wissen jedoch gar nichts von den Treibjagden oder von der Tatsache, dass sie oft als Walfleisch deklariertes Delfinfleisch erhalten. Ironischerweise lehnt die Mehrzahl der Japaner den Verzehr von letzterem ab.
Auch drei Jahre nach dem schockierenden Dokumentarthriller „Die Bucht“, berufen sich die Fischer Taijis jedoch weiter auf ihre „Tradition“ und das Schlachten geht seinen gewohnten Gang. Beobachter vor Ort sprechen sogar von einer ungewohnten Brutalität, mit der die Fischer vorgehen. Die Tiere würden nicht sofort getötet, sondern teilweise über Tage, ohne die Möglichkeit zu jagen, in der Bucht gehalten. Sie verbleiben laut Augenzeugen auch nach der Schlachtung ihrer Familienmitglieder in dem blutigen Wasser und werden dann freigelassen, wenn der Platz für neue Gruppen benötigt wird.

Nach den Berichten von „Sea Sheperd“ wurden seit Beginn der Saison ca. 100 Tiere abgeschlachtet, genaue Zahlen liegen uns jedoch leider nicht vor. Weitestgehend sicher dagegen ist, dass mittlerweile mindestens 23 Tiere an verschiedene Aquarien verkauft wurden.
Der Verkauf der Tiere an Vergnügungsparks ist einer der Hauptgründe, warum die Jagden immer noch stattfinden, denn weltweit fordern Aquarien immer weiteren Nachschub an Wildfängen. 
Die WDCS setzt sich auf unterschiedlichen Ebenen für ein Ende der Treibjagden ein, z.B. durch Bildungskampagnen innerhalb Japans und investigativen Arbeiten, um die Verbandelungen der „Marine Parks“ mit den Treibjagden offen zu legen.

Bisher gab es leider wenig Berichterstattung in den internationalen Medien und die Bucht in Taiji wurde von zusätzlichen Polizeikräften bewacht. Nur die Aktivisten vor Ort berichteten vom aktuellen Geschehen. Die Gruppe „Save Misty the Dolphin“, welche auf Facebook vertreten ist, hatte insgesamt drei  Online-Berichte für CNN verfasst, in der Hoffnung der Sender werde aktiv und erhöhe damit den Druck auf Taijis Fischer und die japanische Regierung. Der Sender strahlte mittlerweile ein Video der Tötungen aus.

Aber es gibt auch hoffnungsvolle Meldungen. Ein japanischer Fischer hat den Hetzjagden den Rücken gekehrt. Izumi Ishii, Delfinjäger in 3. Generation, betreibt heute, nach einer einschneidenden Begegnung mit einem Delfin, ein Whale Watching Unternehmen. Futo, seine Heimatstadt, betreibt trotz bestehender Fanglizenzen seit 4 Jahren keine Treibjagden mehr.
Es bleibt zu hoffen, dass diese Beispiele nicht die einzigen bleiben.
 

Wir fordern ein Ende der Treibjagden und ein Auslaufen der Haltung von Delfinen in Gefangenschaft.

Wie sich die WDCS gegen die Treibjagden einsetzt, erfahren Sie hier.

Das können Sie tun!

Quellen: Takepart.com, OceanCare, Digitaljournal

Über Laura Zahn

Unternehmenskooperationen - Laura Zahn ist bei WDC Deutschland verantwortlich für die Kooperationen mit Unternehmen.