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Screenshot aus der Filmaufnahme, die zwei der Delfine bei der Aussetzung zeigen. (C) Ivanna Kudina / Facebook

Vier Delfine aus Delfinarium an der Krim ausgesetzt

Screenshot aus der Filmaufnahme, die zwei der Delfine bei der Aussetzung zeigen. (C) Ivanna Kudina...

Neue Meeresstudie vergibt Lorbeeren an Deutschland

Amerikanische und kanadische Forscher vertreten in einer neuen Studie die Meinung, dass es um die Meere besser stünde, als bisher angenommen – nämlich ‚mittelmäßig‘.

Das Forscherteam vergibt den Ozeanen auf seinem neu-entwickelten Index der Meeresqualität (0 – 100) eine ‚60‘. Momentaner Zustand und Zukunftsprognosen seien zu gleichen Teilen in die Bewertung mit eingeflossen. Gegenüber den Medien gaben die Wissenschaftler um Benjamin Halpern an, dass die Ozeane trotz Überfischung, Übersäuerung, Überdüngung, Klimawandel, Meeresverschmutzung auch in der Zukunft weiterhin in der Lage wären, den Menschen „unersetzliche Dienste zu leisten“.

Neben Fischfang als Nahrungsquelle und Tourismus drückte das Forscherteam auch Qualität des Küstenschutzes und oder die Fähigkeit des Meeres, CO² zu binden, in Zahlen aus und ließ die Faktoren in den Index einfließen. Die Studie bezieht sich ausschließlich auf die 200-Seemeilen-Zone, also die Ausschließlichen Wirtschaftszonen (AWZ).

Ritter: Zustand von Nord- und Ostsee weiterhin bedenklich

Deutschland belegt laut Studie einen dritten Platz (mit 73 von 100). Allerdings warnt Fabian Ritter, Meeresexperte der WDCS und Kampagnenleiter für Meeresschutzgebiete davor, die Zahlen unreflektiert wirken zu lassen:

„Meeresschutz in einer Zahl zusammenzufassen, ist meiner Ansicht nach eine viel zu starke Vereinfachung. Es mag einem Befriedigung verschaffen, sich in einer solchen „Hitparade“ weit oben zu sehen. Der Vergleich der Länder ist aber schon deshalb wenig sinnvoll, da sich die Ökosysteme der Meere nicht an diese Grenzen halten. Viele Probleme bestehen zudem auf lokaler Ebene, weswegen sehr grobe Raster kein repräsentatives Bild abgeben. Der Zustand von Nord- und Ostsee ist weiterhin bedenklich. Schiffahrt, Tourismus, Einleitungen von Abwässern und Müll sowie Öl- und Gaserkundung und -förderung setzen auch unsere heimischen Gewässer immer stärker unter Druck. Niemand kann sich auf den Lorbeeren ausruhen, die eine „73“ zu verteilen scheint“, kommentiert Ritter.

Über Laura Zahn

Unternehmenskooperationen - Laura Zahn ist bei WDC Deutschland verantwortlich für die Kooperationen mit Unternehmen.