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120 Grindwale vor den Färöer-Inseln getötet

Die WDCS ist bestürzt über die Berichte von den Färöer-Inseln, dass Grindwale in Sandur auf der Insel Sandoy zusammengetrieben und getötet wurden. Am Morgen des 5. Juni fand der sogenannte ,Grind‘ statt, bei dem etwa 120 Grindwale getötet wurden. Auch der Journalist und Buch-Autor („Die Bucht – das Buch“) Hans Peter Roth war als Vertreter der WDCS dort anwesend. Er nahm an einer Konferenz zur Erforschung der ethischen Standpunkte und der Kontroverse von Grinds sowie  anderen Jagden von Meeressäugern teil und war daher in der Nähe des Grinds. Eigentümlicherweise konnte er die Jagd am zweiten Tag der Veranstaltung dokumentieren.

Treibjagden bzw. Grinds sind eine extrem inhumane Praxis der Waltötung, bei der ganze Familiengruppen getötet werden. Dabei werden die Tiere auf hoher See von kleinen Motorbooten eingekreist und in Richtung Ufer getrieben. Sobald sie die flachen Buchten erreichen, werden Metallhaken in ihre Blaslöcher geschlagen, um sie gewaltsam in Richtung Strand ziehen zu können. Dort öffnen die Jäger mit einem Messer die großen Blutgefäße, wodurch die Tiere verbluten. Die WDCS ist überzeugt, dass das Treiben, Ziehen und Töten in großem Maße stressreich und qualvoll für die Meeressäuger ist. Grindwale und weitere Arten, darunter Große Tümmler, Weißseitendelfine sowie Nördliche Entenwale, werden noch stets für ihr Fleisch bei den Färöer-Inseln gejagt.

Obwohl es eher zufällig war, dass die Jagd während der Diskussionen auf der Konferenz stattfand, ist die WDCS über diesen Umstand nicht sonderlich verwundert. Auch wenn es keine formale Saison für den Grind gibt, wird er oft in den Sommermonaten durchgeführt, da sich die Tiere während der Paarungszeit näher an der Küste aufhalten. Unter Berücksichtigung des letzten Grinds in Sandor ist es jedoch überraschend, dass ein weiterer erfolgte. Berichten zufolge ist noch immer Walfleisch von einem Grind erhältlich, der vor zwei Jahren stattfand. Grundsätzlich darf das ganze Jahr über gejagt werden. Im Jahre 2010 wurden insgesamt 1107 Grindwale getötet, in 2011 waren es 726.

„Die WDCS ist bestürzt zu hören, dass sogar während der Diskussion über die Notwendigkeit und Grausamkeit der Jagden auf den Färöer-Inseln ein Grind stattfand“, kommentiert Courtney Vail, Kampagnenleiterin der WDCS. „Aus unserer Sicht sollten Grinds sowie alle anderen Jagden in Zukunft der Geschichte angehören. Wir werden uns weiterhin für eine Ende der brutalen Jagden einsetzen, da sie in einer zivilisierten Gesellschaft keinen Platz mehr haben.“


ⓒ Hans Peter Roth

Vor diesem Ereignis fand der jüngste Grind am 16. Mai auf der Insel Suduroy in Trongisvágut statt, bei dem 63 Grindwale getötet wurden. Dort wurde zuletzt am 20. November 2011 gejagt, wobei 21 Wale gefangen wurden. Die Jagden dürfen in jeder der 24 sanktionierten Buchten rund um die 18 Färöer-Inseln erfolgen, wo die Tiere möglichst nah an die Sandstrände der Buchten getrieben werden können.

Die WDCS führt seit zwei Jahren Feldforschung entlang der westlichen Inseln von Schottland mit Fokus auf Rundkopfdelfinen durch. Dabei stoßen sie jedoch auch auf Grindwale. Da die Verteilung der Grindwale im Nordatlantik die Färöer-Inseln und Schottland umfasst, kann man nicht genau sagen, ob es sich bei den Tieren nahe der Färöer-Inseln um dieselben Tiere handelt, die vor den Küsten Schottlands entdeckt wurden. Mit einem Abstand von nur 228 nautischen Meilen (ca. 422km) zwischen den beiden Landmassen und einer Art, die bekannt dafür ist weite Strecken zurückzulegen, wäre es möglich, dass diese sanften und sozialen Wale aus derselben Population stammen.

Mehr über die Treibjagden auf den Färöer Inseln und wie Sie helfen können, erfahren Sie hier >>

Über Laura Zahn

Unternehmenskooperationen - Laura Zahn ist bei WDC Deutschland verantwortlich für die Kooperationen mit Unternehmen.