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Massenstrandung von Grindwalen in Tasmanien

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Grindwale (C) Nicola Hodgins, WDC Über 250 Grindwale strandeten auf einer Sandbank in einem abgelegenen...
Buckelwal 30 km flussaufwärts des East Alligator River in Australien entdeckt

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Mysterium: Greifen Orcas im Atlantik Boote an?

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Ruhigere Gewässer bringen Delfine nach Hongkong zurück

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Zwei weitere bedrohte Neuseeland-Delfine sterben in Netzen

Am 22. Februar, starben zwei weitere Neuseeland-Delfine, auch bekannt als Hektor-Delfine, gefangen in einem Kiemennetz. Die beiden Delfine wurden an einen Strand an der Ostküste der Neuseeländischen Südinsel an Land gespült. Die Fischereivorschriften für die Region rund um die Waimakariri River Mündung, etwa 30 km von der nördlichen Grenze der Banks Peninsula Marine Mammal Sanctuary, wo die Tiere strandeten, sehen ein Verbot  für die Auslegung von Fangnetzen bis zu vier nautische Meilen vor der Küste vor.

Die weltweit einzigartige Delfinpopulation der Neuseeland-Delfine ist durch den Beifang in Fischernetzen stark bedroht. Immer wieder verfangen sich die Tiere unfreiwillig in den Netzen und sterben. Schätzungen zufolge, gab es in den frühen 1970er Jahren etwa 30.000 Neuseeland-Delfine. Diese Anzahl hat sich bis heute auf 7.000 verringert, ein großer Rückgang in erschreckend kurzer Zeit. Ihr Status auf der Roten Liste der IUCN wird definiert als „gefährdet“ mit einer „abnehmenden“ Populationsentwicklung.

Die WDCS führt derzeit Gespräche mit neuseeländischen Wissenschaftlern und Naturschutzorganisationen, um neue Vorschläge zum wirksamen Schutz der Lebensräume der Delfine zu entwickeln.

Die beiden letzten Todesfälle durch Kiemennetze relativieren neuere Forschungen von Wissenschaftlern der Universität Otago und NIWA (National Institute of Water and Atmospheric Research in Neuseeland). Beobachtungen von 13 Prozent der Fischereischiffe zeigen, dass schätzungsweise 23 Neuseeland-Delfine pro Jahr noch immer in Netzen an der Ostküste der Südinsel gefangen werden. Allerdings bedeutet die Abwesenheit von unabhängigen Beobachtern in anderen Bereichen, dass Schätzungen zum Beifang an anderer Stelle nicht bekannt sind.

Die WDCS arbeitet mit anderen Organisationen in Neuseeland eng zusammen, um strengste Schutzbestimmungen für die Delfine zu erwirken.

Doch die Zeit ist knapp: Falls stärkere Maßnahmen zur Erhaltung nicht in Kürze umgesetzt werden, besteht die unmittelbare Gefahr, dass die Delfine vor Neuseeland bald aussterben.

Laura Zahn

Über Laura Zahn

Unternehmenskooperationen - Laura Zahn ist bei WDC Deutschland verantwortlich für die Kooperationen mit Unternehmen.