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Weniger Plastik ist Meer

Jede Minute landet in Deutschland eine Tonne Plastik im Meer – eine lebensbedrohliche Gefahr für Wale und Delfine. Plastik ist nicht biologisch abbaubar, es zersetzt sich im Laufe der Jahre in immer kleinere Teile (Mikroplastik), die so noch leichter ins Nahrungsnetz gelangen.
Banner Weniger Plastik ist Meer
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Ca. 80 Prozent des Mülls, der im Meer landet, stammt von Land – und ca. 80 Prozent davon ist aus Plastik. Eine erschreckende Zahl, die uns zeigt, welche unmittelbaren Auswirkungen unser Plastikkonsum auf die Ökosysteme hat. Im Jahr 2050 wird es mehr Plastik im Meer geben als Fische, wenn wir unser Verhalten nicht schleunigst ändern!

Durch Strömungen wird der schwimmende Müll in großen Arealen zusammengetrieben, wodurch sich riesige Müllstrudel in den Ozeanen bilden. Der Great Pacific Garbage Patch bedeckt eine Fläche so groß wie Mitteleuropa mit Müll - also eine Art Müllinsel im Meer! Naturgemäß befinden sich die Müllstrudel in Gebieten, die reich an Nahrung sind – und deshalb auch häufig von Meeresbewohnern aufgesucht werden.

 Wie gelangt das Plastik ins Meer?
Infografik: Wie gelangt das Plastik ins Meer?

Plastik als Gefahr für Wale und Delfine

Aktuell ist das Überleben von etwa 700 Arten von Meeresbewohnern durch Plastik bedroht, darunter auch Wale und Delfine. Sie verfangen sich in Netzen, nehmen Plastikteile und Mikroplastik statt Nahrung zu sich und leiden unter den giftigen Inhaltsstoffen.

Beispiel 1: Anfang 2017 strandete ein Cuvier-Schnabelwal an der norwegischen Küste. Seine Obduktion ergab: 30 Plastiktüten, mehrere Plastikteile und unter anderem Bonbon-Plastikhüllen füllten den Magen des ausgehungerten Tieres. Ein weiteres trauriges Opfer unseres rücksichtslosen Plastikkonsums.

Beispiel 2: In den Mägen der im Januar und Februar 2016 in Deutschland gestrandeten Pottwale wurden große Mengen Plastikmüll gefunden, darunter zum Beispiel Netze aus der Krabbenfischerei, Teile eines Plastikeimers sowie die Plastikabdeckung eines Autos.

Beispiel 3: Im April 2002 strandete ein Zwergwal in Frankreich. In seinem Magen wurden 800 kg Plastik gefunden, darunter zwei Plastiktüten aus einem englischen Supermarkt.

Beispiel 4: Im September 1997 wurde an der Küste von Neuschottland ein gestrandeter Schweinswal gefunden. In seiner Speiseröhre befand sich zwar Nahrung, aber Magen und Därme waren leer. Eine genauere Untersuchung ergab, dass ein Stück Plastik den Zugang zum Magen blockiert hatte, so dass der Schweinswal schlichtweg verhungert war.

Beispiel 5: Im Magen eines Pottwals, der in Südspanien angeschwemmt wurde, entdeckten Wissenschaftler 17 Kilogramm Plastikmüll – insgesamt 59 verschiedene Teile. Darunter waren neben Plastiktüten beispielsweise auch ein Gartenschlauch, Kleiderbügel oder Teile einer Matratze.

Weniger Plastik ist Meer

Plastik geht uns alle an! Mit der Kampagne „Weniger Plastik ist Meer“ macht WDC auf die Gefahren aufmerksam, die von Plastik für Wale und Delfine ausgehen. Wir zeigen die Zusammenhänge zwischen unserem Plastikkonsum und den fatalen Folgen für das Ökosystem Meer auf. Die Wasserverschmutzung ist nur ein Teil des Problems. Die Meeresbewohner leiden direkt darunter, aber auch Menschen nehmen durch Fischkonsum Mikroplastik auf.

Plastikflaschen am Strand
Plastikflaschen am Strand

Wie kann ich Plastik im Alltag vermeiden?

Plastik im Alltag zu vermeiden ist möglich und die folgenden Tipps erleichtern euch die Umstellung!

1. Beim Einkaufen

Nimm eine Stofftasche mit zum Einkaufen anstatt Plastiktüten im Supermarkt zu kaufen. Pro Jahr und Kopf werden in Deutschland 76 Plastiktüten verbraucht, das sind über sechs Milliarden Tüten! Und das, obwohl wir jede Plastiktüte im Durchschnitt nur 25 Minuten verwenden.

Auch kleine Netze oder Beutel aus Stoff für Zwiebeln, Kartoffeln oder anderes Obst, das abgewogen werden muss, sind eine gute Idee. Auf dem Wochenmarkt erhältst du Obst und Gemüse häufig ohne zusätzliche Verpackung. Saft, Milch und Joghurt kann man in Pfandflaschen aus Glas kaufen. Ein Joghurtbecher benötigt fast 500 Jahre bis er zersetzt ist!

Hier findest du eine Liste mit plastikfreien Supermärkten!

2. Unterwegs

Bring deinen eigenen Becher mit, wenn du morgens auf dem Weg zur Arbeit Coffee to go kaufst!

76% des in Deutschland getrunkenen Mineralwassers aus Flaschen stammt auf PET-Plastikflaschen. Hierzulande hat das Leitungswasser eine sehr gute Qualität – du kannst es in Glasflaschen von zu Hause mitnehmen, statt dir unterwegs teures Wasser in Plastikflaschen zu kaufen.

Metalldosen eignen sich gut, um dein Mittagessen zu transportieren – Salat und Suppen kann man auch in Gläser füllen.

3. Im Bad und beim Wäsche waschen

Eine Stadt von der Größe Berlins spült jeden Tag eine riesige Menge Mikroplastik ins Abwasser, die etwa 540.000 Plastiktüten entspricht. Bei jedem Waschgang einer 500 Gramm Fleecejacke gelangen zwischen 114.000 und 2.200.000 Plastikfasern ins Abwasser, die in Kläranlagen nicht herausgefiltert werden können. Von dort gelangt es in Flüsse und letztendlich ins Meer.

Seife oder Shampoo kann man inzwischen in vielen Geschäften in fester Form kaufen. Auf Peelings sollte man beispielsweise verzichten, denn mit nur einer Dosis Gesichtspeeling landen 100.000 Mikroplastikteilchen im Abwasser! Natürliche Alternativen wie Zucker-Olivenöl-Peelings sind hier die bessere Wahl.

Zahnbürsten gibt es auch aus nachwachsenden Rohstoffen wie Bambus. Du kannst Waschpulver aus dem Karton statt Flüssigwaschmittel im Plastikbehälter verwenden.

Starte mit einer kleinen Veränderung und versuche, einen Tipp nach dem anderen umzusetzen. Schritt für Schritt kannst du so auf unnötiges Plastik verzichten!

BRITA, internationaler Hersteller von Wasserfiltersystemen zur Trinkwasseroptimierung, macht die Fortsetzung unserer 2016 begonnenen Kampagne "Weniger Plastik ist Meer" möglich.

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