Walfang in Island

Isländische Walänger haben seit dem späten 19. Jahrhunderts 35.000 Wale getötet und sind bis heute als Walfangnation bekannt. Island weigert sich, das Moratorium der IWC gegen kommerziellen Walfang anzuerkennen und tötet stattdessen weiterhin gefährdete Finnwale zu Exportzwecken sowie Zwergwale für die Inlandsnachfrage, auch als Angebot für Touristen.

Isländischer Walfang heute

Im Februar 2016 kündigte Kristjan Loftsson, Islands einziger Finnwaljäger an, dass sein Unternehmen, Hvalur hf, im Sommer 2016 keine bedrohten Finnwale vor der Küste Island jagen würde. Das waren gute Neuigkeiten, denn seit 2006 hat Hvalur hf 706 dieser bedrohten Wale getötet. Dies bedeutet, dass 154 Finnwale 2016 ihr Leben behalten haben (die Zahl entspricht der selbst auferlegten Quote für Finnwale). Loftsson begründete seine Entscheidung mit Exportschwierigkeiten nach Japan, seinem einzigen Abnehmer von Finnwalfleisch. Er kritiserte Japans Walfleischanalysemethoden. 

 Dennoch hat Hvalur hf im Juli 2016 1,530 tonnes Finnwalfleisch und - produkte nach Japan exportiert. Diese Ladung kam am 9. September 2016 in Osaka an. Es ist offen, ob das Fleisch am japanischen Markt verkauft werden darf.  

Die Minkewaljäger haben 2016 46 Minkewale getötet (mehr als in den Jahren zuvor).  Das meiste Fleisch davon wird von Touristen gegessen im falschen Glauben, dass es ein traditionelles Gericht der Isländer sei. Aber selbst in diesem Bereich geht die Nachfrage dank größerer Aufmerksamkeit für die Problematik zurück.  WDC und weitere NGO haben in Aufklärungskampagnen Touristen gebeten kein Walfleisch zu essen, wenn sie in Island Urlaub machen (siehe Seitenende).

Isländischer Walfang in der Vergangenheit

Als sich die Internationale Walfangkommission (IWC) 1982 darauf einigte, sämtliche kommerzielle Walfangaktivitäten ab der Jagdsaison 1986 zu verbieten (Walfang-Moratorium), legte Island – im Gegensatz zu anderen Ländern – damals keinen Einspruch gegen diese Entscheidung ein. Nachdem das Moratorium in Kraft getreten war, tötete Island im Rahmen eines „wissenschaftlichen Walfangprogramms“ in kleinem Maßstab weiterhin Wale. Auf diese Weise erlegten isländische Walfänger bis 1989 ca. 60 Wale pro Jahr. 1992 trat Island zwar aus der IWC aus, trat ihr 2002 allerdings erneut bei. Dieses Mal jedoch mit einem rechtlich umstrittenen Vorbehalt gegen das Moratorium. Viele Länder lehnten diesen Versuch Islands, internationale Vorschriften zu umgehen, strikt ab. Einige Nationen erkennen Islands Mitgliedschaft daher noch immer nicht an.

Island nahm den „wissenschaftlichen Walfang“ 2003 mit einem fünfjährigen „Forschungsprogramm“ wieder auf und tötete auf diese Weise zwischen 2003 und 2007 insgesamt 200 Zwergwale. Ohne auf den Abschluss des eigenen, sogenannten Forschungsplans zu warten, führte Island im Jahr 2006 den kommerziellen Walfang wieder ein. Isländische Walfänger töteten daraufhin 7 Finnwale und einen Zwergwal. 2006/2007 wurden so insgesamt 7 Finn- und 61 Zwergwale getötet. Während keine Finnwale im Rahmen der kommerziellen Jagd 2007/2008 erlegt wurden, vergab Island 2008 eine kommerzielle Quote für 40 Zwergwale, die es bis auf zwei Tiere ausschöpfte.

Im Januar 2009, als die isländische Regierung wegen wirtschaftlicher Probleme des Landes abgewählt worden war, gab der scheidende Fischereiminister eine massive Erhöhung der Quoten für die kommerzielle Bejagung von Finn- und Zwergwalen bekannt. Der damals neue Fischereiminister lehnte es ab, die kurzfristige Entscheidung seines Vorgängers rückgängig zu machen und der kommerziellen Walfang wurde 2009 mit der Tötung von 125 Finn- und 81 Zwergwalen in großem Stil fortgesetzt.

Islands kommerzielle Jagd erreichte daraufhin mit 148 bedrohten Finn- und 60 Zwergwalen einen traurigen Rekord. Im Mai 2011 schlug das isländische Meeresforschungsinstitut HAFRO für 2011/2012 Quoten für 154 Finn- und 216 Zwergwale vor, inklusive der Option, diese mit bis zu 20 % der ungenutzten Quoten aus 2010 aufzustocken. Zusätzlich erklärte HAFRO, dass isländischen Walfängern im Falle der Ausdehnung der Zwergwaljagd auf die offene See die Tötung von bis zu 121 Zwergwalen im sogenannten CM Gebiet rund um die Jan Mayen Insel erlaubt wäre. Für dieses Gebiet vergibt auch Norwegen Fangquoten.

Islands kommerzieller Walfang: ein Überblick

Inländischer Bedarf

Als Island den Walfang 2003 wieder aufnahm, verkaufte sich Zwergwalfleisch schlecht; die Bevölkerung wurde dazu ermutigt, Walfleisch zu probieren und es entstanden neue Produkte wie geräuchertes Zwergwalfleisch. Eingelegter Walspeck wird im Rahmen des traditionellen isländischen Winterfestivals „Þorrablót“ gegessen, es besteht jedoch kein ganzjähriger Bedarf.

Mit der Wiederaufnahme der kommerziellen Bejagung von Finnwalen 2006 traten in Island weitere Verkaufsschwierigkeiten auf – vor allem hinsichtlich der signifikant größeren Menge an Fleisch, da ein Finnwal fast 10-mal größer ist als ein Zwergwal. Die isländische Presse berichtete im Frühjahr 2007, dass 179 Tonnen „Schlachtabfälle“ – „ein Anteil von ungefähr einem Drittel bis der Hälfte der Finnwale“, die im Rahmen der kommerziellen Jagd getötet worden waren, – auf Mülldeponien gelandet seien.

Seit langer Zeit exportiert Island zudem einen Großteil seines Walfleisches nach Japan.

Ein Forschungsbericht schätzte den Bedarf des inländischen Marktes für Zwergwalfleisch 2005 auf maximal 5 bis 15 Tonnen pro Jahr. 2006 ergab eine Umfrage der auf Marktforschung spezialisierten Beraterfirma Capacent Gallup für die Artenschutzverbände INCA und IFAW, dass in nur 1,1 % der isländischen Haushalte Walfleisch wöchentlich konsumiert wird; 2010 gaben nur 5 % der Isländer an, überhaupt Walfleisch zu essen.

Die isländische Walfangindustrie setzt alles daran, die inländischen Verkäufe, insbesondere für Zwergwalfleisch, anzukurbeln. Heute verkaufen mehr als 100 Restaurants, Läden und Supermärkte in Island Walfleischprodukte, 2007 waren es nur 50. Gerade Touristen sind Ziel dieser neuen Verkaufsstrategie, da die Industrie versucht, ihnen Walfleisch als „traditionelle isländische Küche“ anzupreisen.

Tourismus

Wie bereits erwähnt, wird das meiste Minkewalfleisch von Touristen konsumiert. WDC hat 2012 vor Ort recherchiert und herausgefunden, dass in mehr als 100 Restaurants, Geschäften und Supermärkten Walfleisch und Walprodukte angeboten werden. 2007 waren es nur 50 gewesen.  

Dank einer Kampagne von WDC und anderer NGOs gibt es aber auch mittlerweile 60 Restaurants mit dem Aufkleber "walfreundlich", die kein Walfleisch auf ihrer Speisekarte haben. Die Aufklärungskampagnen zeigen Erfolg: während 2009 noch 40% der Touristen angaben Walfleisch probiert zu habe, waren es 2012 nur 20% und 2015 sogar nur noch 18%.

Internationaler Handel mit Walprodukten

Da sich Walfleisch im Inland relativ schwer verkauft, hat Island wiederholt Interesse bekundet, den Handel mit Walprodukten wiederaufzunehmen. Sowohl Zwerg- als auch Finnwalfänger sind am Export von Fleisch nach Japan interessiert – obwohl ein japanischer Diplomat in Oslo 2006 sagte, dass Japan „bereits über mehr als genug Walfleisch verfüge“.

Als Island im Jahr 2000 dem Washingtoner Artenschutzabkommen CITES (Convention on International Trade in Endangered Species of Wild Flora and Fauna) beitrat, meldete es einen Vorbehalt zur Listung der in Anhang I geführten Großwalarten an. Sich auf diesen Vorbehalt berufend, importierten Isländer im Juli 2002 acht Tonnen Zwergwalfleisch und -speck einer norwegischen Walfangfirma sowie weitere 17 Tonnen im Oktober 2002. Das gefrorene norwegische Walfleisch verkaufte sich zu Anfang gut. Dies lag vor allem am geringen Preis von nur 993 Isländischen Kronen pro Kilo, womit das Walfleisch günstiger war als Rindfleisch.

Allerdings wurden 2003 in norwegischem Walfleisch weitaus höhere Quecksilberwerte nachgewiesen als im Fleisch, das von Zwergwalen aus der sogenannten „wissenschaftlichen“ Waljagd Islands stammte. Infolge dieser Erkenntnisse sprach das isländische Gesundheitsministerium eine Warnung an Schwangere und stillende Mütter aus und empfahl, den Konsum von Walfleisch aufgrund der hohen Quecksilberwerte zu reduzieren.

Im September 2006 gab Island bekannt, dass es den Färöer Inseln bis zu zwei Tonnen Zwergwalfleisch verkaufen würde. Die erste Lieferung von einer halben Tonne erfolgte im gleichen Jahr, gefolgt von einer zweiten Lieferung von 90 Tonnen Ende 2008. Die Färöer Inseln erhielten auch im Jahr 2010 weitere Fleisch-Lieferungen aus Island.

Obwohl einige Länder den Handel Islands mit Walprodukten beharrlich kritisieren, wird er weltweit eher still toleriert. Inzwischen arbeitet die isländische Walfangindustrie daran, aus den Hunderten jährlich getöteten Finn- und Zwergwalen neue, kommerziell wertvolle Produkte herzustellen. Geplant sind u. a. Tierfutter und Walöl. 2010 begann das isländische Walfangunternehmen Hvalur hf, Walöl als Treibstoff für seine Walfangschiffe zu nutzen.

Vor dem Hintergrund, dass Island und Japan Vorbehalte gegenüber der Listung von Walen bei CITES eingelegt haben, muss nur das exportierende Land (in diesem Fall Island) eine Genehmigung ausstellen. Als die erste Lieferung von Finnwalfleisch nach Japan öffentlich wurde, gaben japanische Regierungsvertreter zunächst an, sie hätten nichts von dem Handel gewusst. Das Fleisch wurde anfangs vom Zoll zurückgehalten, jedoch im Dezember 2008 zum Verkauf freigegeben.

2009 und 2010 exportierte Island Walöl nach Norwegen und andere gefrorene Walprodukte nach Japan. Eine Lieferung von Walfleisch nach Lettland Anfang 2010 verstieß hingegen sowohl gegen CITES als auch gegen die Gesetze der Europäischen Union.

Island gibt seither auch offen zu, dass Exportgeschäfte das Hauptmotiv für die Wiederaufnahme des kommerziellen Walfangs darstellen. Gunnar Bergmann Jonsson, Vorsitzender der Zwergwalfängervereinigung, erklärte, man bemühe sich, „90 % des Walfleisches nach Japan zu verkaufen“. 2009 gab Kristjan Loftsson, Inhaber des Finnwalfangunternehmens Hvalur hf bekannt, er plane, mindestens 1.500 Tonnen Walfleisch und -produkte nach Japan zu exportieren.

Angaben der isländischen Datenbank für Statistiken zufolge haben die Exporte von Walprodukten deutlich zugenommen. Seit Januar 2010 wurden mehr als 1.183 Tonnen gefrorener Walprodukte nach Japan verschifft.

Finnwalfleischexporte

Bis 2013 hat das isländische Unternehmen Hvalur hf sein Walfleisch durch EU Häfen (Rotterdam, Southampton, Le Havre und Hamburg) verschifft. Nach massiven Protesten musste die Ladung 2013 umkehren und nach Island zurückfahren. Seither müssen alternative Routen gefahren werden.

Februar 2014: 12 Container mit Finnwalfleisch kommen im Hafen von Halifax an und werden mit dem Zug durch Kanada nach Vancouver und von dort nach Japan verschifft.

 March 2014: 2,071 Tonnen gefrorenes Finnwalfleisch werden rund um Afrika verschifft und kommen im Mai in Japan an. 

 Juni 2015: Das Schiff Winter Bay mit 1,816 Tonnen Finnwalfleisch fährt über die Nordost Passage und kommt am 1. September im gleichen Jahr in Japan an.  

Juli 2016: Die Winter Bay kommt auf dem gleichen Weg mit 1,529 Tonnen am 9. September 2016 in Osaka an. 

Whale meat
Whale meat

Die Wirtschaftlichkeit des Walfangs

Islands „wissenschaftlicher“ Walfang ist extrem teuer: Fast 30 Millionen isländische Kronur (mehr als 440.000 US-Dollar) Nebenkosten, zum Beispiel für die Miete der Schiffe, fielen allein 2003 an. Diese stiegen 2006 auf gesamt 78,9 Millionen Kronur (fast 1,2 Millionen US-Dollar). Alles in allem kostete Island die tödliche „Erforschung“ von 200 Zwergwalen umgerechnet mehr als 3 Millionen US-Dollar.

Im März 2010 veröffentlichte die isländische Regierung einen Bericht über die potenziellen wirtschaftlichen Auswirkungen des Walfangs auf die isländische Ökonomie. Darin vertrat sie die Meinung, dass für den Fall des Fanges von ca. 150 Finn- und 150 Zwergwale jährlich „die Fangquote für Kabeljau um 2.200 Tonnen, die Schellfisch-Quote um 4.900 Tonnen und die Kapelan-Quote um 13.800 Tonnen“ erhöht werden könnten. Das wirtschaftswissenschaftliche Institut der Universität Island folgerte daraus, dass die Tötung von Walen zum Schutz der Fischbestände der isländischen Wirtschaft mit 94 Millionen US-Dollar zugutekommen würde.

WDC beauftragte daraufhin Dr. Peter Corkeron, einen bekannten Experten auf dem Gebiet der Meeresökologie, um die These, Wale würden die Rentabilität der Fischerei senken, zu überprüfen. In seinem Bericht, der sich auf den isländischen Ansatz beim Walmanagement konzentriert, entlarvt Dr. Corkeron den von Walfängern viel zitierten Mythos, Wale fräßen zu viel wertvollen Fisch und müssten somit getötet werden, als schlichtweg falsch.

Es gibt viele weitere Schwachstellen im isländischen Wirtschaftsbericht. Dazu zählt nicht zuletzt die Tatsache, dass keinerlei Anstrengungen unternommen wurden, die potenziellen wirtschaftlichen Auswirkungen, die aus einer Ablehnung des kommerziellen Walfangs und des Handels mit Walprodukten entstehen könnten, zu eruieren. Im Mai 2009 hatte WDC in Zusammenarbeit mit anderen NGOs eine Umfrage unter Konsumenten in Großbritannien in Auftrag gegeben. Großbritannien ist für isländischen Fisch und Meeresfrüchte ein wichtiger Markt. Am Tag der Veröffentlichung der Umfrage protestierten die Gruppen vor der isländischen Botschaft in London.

Die YouGov-Umfrage kam zu dem Ergebnis, dass bei einer Stichprobengröße von 2.249 Erwachsenen 82 % der Befragten den isländischen Walfang ablehnen, während 64 % angaben, sie würden als Zeichen des Protests vermeiden, isländischen Fisch und andere Meeresfrüchte-Produkte zu kaufen. Ähnliche Umfragen in den USA ergaben, dass ein Großteil der Amerikaner ebenfalls den Kauf von isländischen Fischprodukten aufgrund der Walfangaktivitäten Islands ablehnen würde.

Im Gegensatz zur ökonomischen und politischen Belastung, die der Walfang für Island darstellt, ist Walbeobachtung wirtschaftlich sehr rentabel. 2009 haben ca. 125.000 Menschen eine Walbeobachtungstour in isländischen Gewässern unternommen. Diesen Leuten verdankt die isländische Wirtschaft eine finanzielle Unterstützung von mehr als vier Millionen US-Dollar in Form von direkten Steuern. Zudem verdient das Land zusätzlich an den sonstigen Ausgaben der Touristen. Die Walbeobachtung trägt also entscheidend zur Ankurbelung der isländischen Wirtschaft bei.

Berichten des Verbandes der Walbeobachtungsanbieter in Island (IceWhale) und des isländischen Reiseverbandes (Icelandic Travel Industry Association SAF) zufolge scheint die Jagd auf Zwergwale auch negative Auswirkungen auf die Walbeobachtungsindustrie zu haben. In einem Brief an den Fischereiminister im Mai 2011 gaben die Verbände an, dass die Anzahl an Walbeobachtungsinteressenten in Island 2010 auf 115.000 gefallen sei – ein Rückgang von ca. 10 % verglichen mit 2010. Darüber hinaus seien Zwergwale immer schwerer zu finden, man müsse weiter hinausfahren, um insgesamt weniger Tiere zu sehen. 

IceWhale und SAF kritisierten ebenfalls, dass am 30. April 2011 das Walfangboot Hrafnreyður KO einen Zwergwal an einem Walbeobachtungs-Hot-Spot in der Faxafloi Bucht, getötet und zerlegt hatte. Diese Bucht ist für Walfänger eigentlich tabu. Das Boot wurde daher von der isländischen Küstenwache zurück in den Hafen geleitet, dennoch nahm es die Jagd auf Wale Anfang Mai wieder auf.

Island und die Europäische Union

Nach dem Zusammenbruch seiner Wirtschaft bewarb sich Island 2009 als Beitrittskandidat der Europäischen Union. WDC hatte die Hoffnung, dass die Beitrittsverhandlungen mit Island eine Möglichkeit bieten würden, den isländischen Walfang und Handel mit Walprodukten ein für alle Mal zu beenden.

Bei den Parlamentswahlen in Island am 27. April 2013 gewannen jedoch Unabhängigkeits- und Fortschrittspartei, die bereits zuvor Island über Jahrzehnte hinweg bis zum Zusammenbruch der Wirtschaft 2008 regierten, die Macht zurück. Die neue Regierung gab dann bekannt, sämtliche Beitrittsverhandlungen mit der EU mit sofortiger Wirkung zu beenden. Gleichzeitig schaffte sie das Umweltministerium ab und ordnete die Zuständigkeiten dem Fischereiministerium unter.

Im März 2015 hat Island erklärt, kein EU Beitrittskandidat mehr zu sein. 

Verbindungen zwischen Walfang und Fischerei in Island

Als besonders besorgniserregend betrachtet WDC die klaren Verbindungen zwischen Fischerei und Walfang in Island. Hvalur hf, Islands größtes Walfangunternehmen und das einzige, welches auch Jagd auf bedrohte Finnwale macht, wird von Kristján Loftsson geleitet – der gleichzeitig auch Vorstandsvorsitzender von HB Grandi, einem der größten Fischereiunternehmen Islands ist. HB Grandi vermietet Fabrikgebäude  auf dem Gelände der HB Grandi eigenen Fischfabrik in Akranes an Hvalur hf. In dem Gebäude wird Finnwalfleisch zerlegt und für den Export verpackt.

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