Walfang stoppen

Walfang ist grausam, inhuman und unnötig. Die Nachfrage nach Walfleisch sinkt und es ist unwahrscheinlich, dass die verschiedenen Walpopulationen eine Bejagung im großen Stil, zusätzlich zu den anderen Gefahren, wie Umweltverschmutzung, Schiffskollisionen und Klimawandel, überstehen könnten. Trotz des kommerziellen Walfangverbots und eines Verbots des Handels mit Walprodukten töten Japan, Norwegen und Island jedes Jahr immer noch Tausende Wale und versuchen, ihren Handel mit Walprodukten auszuweiten. Der Walfang MUSS beendet werden!

Ursprünglich wurde Walfang vor allem betrieben, weil man das Öl zur Herstellung von Kerzen und Lampen (sowie die Barten für Korsette) benötigte. Über eine Million Wale wurden aufgrund ihres Öles getötet. Dies führte weltweit zu einer steigenden Nachfrage nach einer Vielzahl von Produkten, darunter Seife, Tiernahrung, Insektizide, Schmiermittel für Uhren und Kameras, Kosmetika und Margarine. In den 1960er Jahren entdeckte selbst die Raumfahrtindustrie Walöl als Schmiermittel für sich.

Der Konkurrenzkampf unter den Walfangnationen war so erbittert und Betrug derart weitverbreitet, dass jährlich zehntausende Wale getötet wurden – weitaus mehr als tragbar. Die blutigen Jagden setzten sich bis Anfang der 1980er Jahre fort, als die internationale Gemeinschaft sich der verheerenden Ausmaße des jahrhundertelangen Walfangs auf die Bestände bewusst wurde. Im Jahr 1982 beschloss die Internationale Walfangkommission (IWC) ein Verbot („Moratorium“) des kommerziellen Walfangs, welches ab 1985/1986 in Kraft trat. Das Washingtoner Artenschutzübereinkommen (CITES) folgte den Vorgaben der IWC und verbot international jeglichen kommerziellen Handel mit Walprodukten.

Während die Walfangnationen das Walfangverbot mehrheitlich akzeptierten, legte Norwegen einen Widerspruch gegen das Moratorium ein. Japan, Island und andere Staaten nutzten Schlupflöcher, um die Waljagd fortzusetzen. Diese Walfangnationen forschen zudem fortwährend an neuen Anwendungsmöglichkeiten für Walöl und andere Walprodukte.

Seit Beginn des Moratoriums getötete Grosswale
Chart Seit Beginn des Moratoriums getötete Grosswale

Gemeinsam töten die Walfangstaaten jährlich Tausende Großwale – das sind in erster Linie Finnwale, Zwergwale, Brydewale, Seiwale, Buckelwale und Pottwale.

Es gibt keinen humanen Weg, Wale auf See zu töten. Schließlich sind nicht nur die Tiere und die Walfangschiffe ständig in Bewegung – auch der Seegang mindert die Zielgenauigkeit bei der Jagd. Häufig werden Granatharpunen verwendet, um Wale zu töten. Für die Tiere ist dies ein langsamer und schmerzhafter Tod.

Die Walfangindustrie schrumpft stetig und die Nachfrage nach Walfleisch sinkt. Auch Regierungssubventionen können den rückläufigen Bedarf nicht vollständig ausgleichen. Große Mengen Walfleisch werden deshalb tiefgefroren gelagert. Außerdem werden Walprodukte noch immer für Kosmetika und Medikamente genutzt sowie als Tiermehlfutter verwendet. WDC hat den Verdacht, dass in Dänemark Walmehl an Schweine verfüttert wurde.

Auf den Färöer Inseln werden Wale in sogenannten Treibjagden gefangen. Auch in manch anderen Regionen der Welt darf eine begrenzte Anzahl Wale aus kulturellen Gründen gejagt werden.

Wir müssen dafür Sorge tragen, dass kommerzieller Walfang auch weiterhin verboten bleibt! Die IWC besteht aus über 88 Regierungen. Über Jahre hinweg hat Japan mithilfe finanzieller Anreize Länder ohne offensichtliches Interesse für Walfang angeworben, um innerhalb der IWC japanische Interessen zu unterstützen. Hinzu kommt, dass einige, ursprünglich den Walfang ablehnende Länder sich mittlerweile dem Druck gebeugt haben und bereit zu Kompromissen sind.

Falls das Walfangverbot aufgehoben werden sollte, würden weiteren Staaten die Türen zur Jagd geöffnet werden – für den Schutz der Wale wäre das fatal. Deshalb brauchen wir Ihre Unterstützung, um den Walfang zu beenden.