Übereinkommen über die biologische Vielfalt (CBD), 1992

Das Übereinkommen über die biologische Vielfalt (The Convention on Biological Diversity, CBD) wurde im Jahr 1992 in Rio de Janeiro, Brasilien, auf der Konferenz der Vereinten Nationen zu Umwelt und Entwicklung ins Leben gerufen. Heute zählt die CBD noch immer zu den erfolgreichsten Instrumenten in Bezug auf Naturschutzthemen. Die CBD hat momentan 191 Vertragspartner.

Was sind die Aufgaben des Übereinkommens zur biologischen Vielfalt?

Das Ziel dieses Vertrages ist es, die Gründe für den Rückgang oder Verlust von biologischer Diversität zu erkennen, diesen zu verhindern bzw. ihm vorzubeugen. Dafür unterstützt die CBD Kooperationen, die Gründung von Institutionen, und setzt sich für den Schutz des Ökosystems und den Artenschutz ein. Aufgrund von Artikel 6 verpflichten sich die Vertragspartner primär zur Entwicklung nationaler Strategien, Pläne und politischer Richtlinien für den Naturschutz und die nachhaltige Nutzung von Biodiversität. Voraussetzungen, um die Ziele zu erreichen, sind die Kooperation mit fachkundigen internationalen Organisationen (Artikel 5), die Errichtung von Schutzgebieten (Artikel 8) und die Durchführung von Forschungsprogrammen (Artikel 9).

Bedeutung für Wale und Delfine

Lange wurde den Meeressäugern von der CBD wenig Beachtung geschenkt. Mittlerweile haben eine Reihe von Themen Einzug gehalten, die sich mit Gefahren für Wale und Delfine befassen; u.a. Ökotourismus, Unterwasserlärm, und Biodiversität in der Arktis. Dieses Forum sollte also nun eine größere Rolle für den Schutz von Walen und Delfinen weltweit spielen.

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