Strandung und Rettung

Attending pilot whale stranding in Scotland
Attending pilot whale stranding in Scotland
Jedes Jahr geraten Wale und Delfine an den Küsten dieser Welt in Schwierigkeiten. Wenn den Tieren, die lebend stranden oder in flachem Wasser gefangen sind, nicht schnell geholfen wird, verschlechtert sich ihr Zustand rapide und sie können sterben. Erfahrene WissenschafterInnen von WDC setzten ihr ganzes Wissen und Können ein, um die Tiere zu retten. Wir gehen Strandungen auf den Grund und setzen uns in Kampagnen gegen die menschlichen Verursacher ein.

Tausende Wale und Delfine stranden jedes Jahr an den Küsten dieser Welt. Sie befinden sich meistens in akuter Lebensgefahr. Sie sind an Land nicht lange überlebensfähig und sterben ohne Hilfe meistens innerhalb weniger Stunden oder Tage.

Die lebend gestrandeten Tiere brauchen schnell fachmännische Hilfe, aber wir müssen gleichzeitig dafür sorgen, solchen Zwischenfällen vorzubeugen – vor allem, wenn der Mensch durch Lärmeintrag oder Fischereigerät Ursache solcher Strandungen ist.

Manche Tiere sterben und werden an den Strand gespült, andere stranden lebend und manche geraten in seichtes Wasser, von wo aus sie nicht mehr ins Meer zurückgelangen.Unabhängig davon ist ein gestrandeter Wal oder Delfin immer in Gefahr. Manche Tiere stranden allein, andere in großen Gruppen.

Leider sind beispielsweise Pilotwale bereits bekannt für ihre Massenstrandungen. Die tieftauchenden Tiere leben in sehr engen sozialen Schulen zusammen. Dieser soziale Zusammenhalt stärkt die Tiere auf offener See, wo sie in allen Bereichen ihres Lebens, wie zum Beispiel zur Verteidigung, zusammenarbeiten. In seichteren Gebieten gefährdet aber genau diese Überlebensstrategie die Wale: Wenn sie versuchen, sich gegenseitig zu helfen, stranden sie oft in sehr großen Gruppen.

Lebend gestrandete Tiere können gesund aussehen – dieser Eindruck kann jedoch gehörig täuschen. Anderen sieht man vielleicht Verletzungen von Schiffsschrauben oder durch Verfangen in Netzen oder anderem Fischereigerät an.

Hunderttausende Wale und Delfine verenden jedes Jahr in Fischernetzen. Einmal in einem Fischernetz verfangen, ringen Wale und Delfine um ihr Leben. Den Kampf verlieren sie fast immer und schwerwiegende Verletzungen sowie Tod durch Ertrinken (unterwasser bleibt das Blasloch der Tiere verschlossen) sind oft die Folge. Weitere Informationen finden Sie unter Fischerei.

Die Erklärungen für Wal- und Delfinstrandungen gehen weit auseinander, wobei bestimmte Faktoren die eine oder andere Theorie unterstützen.

Bei Strandungen von Pilotwalen wird oft eine Orientierungsschwäche des Leittiers vermutet. Allerdings kann auch Unterwasserlärm zum Beispiel durch militärisches Sonar oder durch die Suche nach Öl und Gas mittels seismischer Untersuchungen zu Strandungen führen. Denn Wale und Delfine leben in einer akustischen Welt – das Gehör hat eine Schlüsselfunktion für alle wichtigen Bereiche ihres Lebens wie der Nahrungssuche, der Kommunikation oder der Orientierung. Mehr zum Thema Unterwasserlärm erfahren Sie hier.

Geben sie gestrandeten Tieren eine zweite Chance. Wir brauchen Ihre Unterstützung, um Wale und Delfine aus Notlagen zu befreien.