Rechte für Wale und Delfine

Die Forschung zeigt uns immer deutlicher, wie intelligent einige Wale und Delfine sind, dass sie Werkzeuge benutzen und spielerisches Verhalten zeigen. Wir wissen, dass viele in festen Sozialverbänden leben und in manchen Wissen von Generation zu Generation weitergegeben wird. WDC setzt sich daher für die internationale Anerkennung von Rechten für Wale und Delfine ein.

Verhaltensstudien belegen zweifelsfrei, dass die Individualität und das Bewusstsein zur Selbstwahrnehmung keine ausschließlich menschlichen Eigenschaften sind.  Große Tümmler besitzen zum Beispiel ein ausgeprägtes Ich-Bewusstsein und können sich im Spiegel wiedererkennen, einige trauern sogar um ihre Familienmitglieder. Bei einigen Orcas wurde beobachtet, wie sie kranke Gruppenmitglieder füttern, um sie am Leben zu halten. Andere Delfine wurden dabei gesichtet, wie sie mit Fischern kooperieren, um an Beute zu gelangen. Ein faszinierendes Verhalten, welches die Anerkennung der Rechte für Delfine und Wale unterstreicht.

Wir setzen uns als Teil unserer Arbeit zum Schutz von Walen und Delfinen dafür ein, dass die Rechte von Walen und Delfinen international anerkannt werden.

Jedes Individuum dieser einzigartigen Tiere ist für die Gruppe wertvoll. Hat nicht deshalb jedes Individuum das Recht, ein Leben in Freiheit zu führen, ohne grausam für kommerzielle Zwecke gejagt zu werden? Sollte es nicht ein Recht darauf haben, nicht für uns in kleinen Betonbecken den Clown spielen zu müssen? Wir sind überzeugt davon und mittlerweile gibt uns auch die Wissenschaft Recht.

Kulturelle Fähigkeiten

Wir wissen heute, dass die kulturellen Fähigkeiten innerhalb einer Delfin-Gesellschaft sehr ausgeprägt sind.  Bestimmte Individuen nehmen dabei eine spezifische Rolle innerhalb der Delfin-Gemeinschaft ein. So können sie Symbolsprachen erlernen, leben in komplexen sozialen Strukturen und verfügen über sehr differenzierte Emotionen. Delfine gehören außerdem zu den wenigen Tierarten, die voneinander lernen. Es wurde beobachtet wie sich gegenseitig unterrichteten. Es kam zum Beispiel vor, dass aus der Gefangenschaft entlassene Delfine den anderen Gruppenmitgliedern Kunststücke beibrachten. Manchmal werden Informationen auch über Generationen hinweg weitergegeben wird – ein Wissenstransfer, den viele Wissenschaftler heute als ‚nicht-menschliche Kultur‘ bezeichnen. Die einzelnen Kulturgruppen können sich dabei in ihrem Verhalten unterscheiden.

Intelligenz durch die Forschung bestätigt

Forscher in Atlanta fanden außerdem heraus, dass Meeressäuger große und komplexe Gehirne besitzen, die dem menschlichen Denkorgan sehr ähneln: Einige Arten besitzen spezielle Hirnzellen, so genannte Spindelzellen, deren Existenz auf Empathie-Vermögen und emotionale Intelligenz hindeutet. Man war vorher davon ausgegangen, dass diese Nervenzellen einzig in den Hirnen von Menschen und anderen Primaten zu finden sind.

Diese erstaunlichen Ähnlichkeiten zwischen Menschen und Meeressäugern geben den Forschern die Gelegenheit, ihnen auch rein menschliche Belange zuzusprechen. Eine Anerkennung solcher Rechte könnte den Fang sowie die Gefangenschaft von Walen und Delfinen endgültig beenden. Derartig sensible und intelligente Tiere zur Belustigung der Massen oder gar als Nahrungsmittel zu gebrauchen, wäre moralisch inakzeptabel.

"Die Neuroanatomie zeigt eine psychologische Verbindung zwischen Menschen und Delfinen und dies bringt grundlegende Konsequenzen für das ethische Verhalten des Menschen gegenüber den Delfinen mit sich.“  Zoologin Lori Marino von der Emory University in Atlanta

Helfen Sie mit

WDC setzt sich weltweit mit Kampagnen dafür ein, dass die Rechte von Walen und Delfinen international anerkannt werden. Helfen Sie uns, Geschichte zu schreiben. Unterzeichnen Sie die Deklaration für Rechte von Walen und Delfinen.

Wale und Delfine dürfen nicht länger als Ressource betrachtet werden. Es ist dieser überholte, aber weiterhin praktizierte Ansatz, der dafür verantwortlich ist, dass weiterhin tausende Meeressäuger getötet werden und ihr Lebensraum zerstört wird.