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Orcas leben in Ozeanen

Schwertwale, auch Orcas genannt, werden seit 1961 in Gefangenschaft gehalten. Sie sind hilflose Opfer eines kommerziellen Experiments, bei dem dutzende Orcas aus ihren Familien gerissen wurden. Sie müssen in Gruppen leben, die kaum Ähnlichkeit mit ihren natürlichen Familienverbänden haben.
munchkin corporation's toy orca

Munchkin Inc. ist weltweit bekannt für ihr Kinderspielzeug und ihre Babyprodukte. Die Firma hat am 9. November bekannt gegeben, dass sie eine Million US Dollar spenden wird, um ein Orca Refugium in den USA zu schaffen – wenn SeaWorld zustimmt, Orca Tilikum freizulassen. Tilikum, der durch den Film „Blackfish“ bekannt wurde, wäre dann der erste Bewohner des Refugiums.

Munchkin hat gemeinsam mit Whale & Dolphin Conservation die Kampagne „Orcas leben in Ozeanen“ ins Leben gerufen. Die Firma verpflichtet sich zum Schutz der Schwertwale und bietet auch seinen Kunden die Möglichkeit, WDC und die Freiheit der Orcas zu unterstützen. Steven Dunn, CEO und Gründer von Munchkin, hat SeaWorld persönlich kontaktiert und um die Freilassung von Tilikum gebeten.

Außerdem wird Munchkin ihren Spielzeug-Orca aus der Badespielzeug-Kollektion nehmen: „Wir bei Munchkin stellen unsere Prinzipien vor den Profit, um Aufmerksamkeit auf die Orcas in Gefangenschaft zu lenken“, so Dunn. „Nach über 10 Jahren wird der Orca aus unserer Badespielzeug-Kollektion entfernt – denn Badewannen sind zu klein für Schwertwale!“

Die Erlöse aus dem Onlineshop www.munchkin.com zwischen dem 9. und 16.11.2015 wurden zu 100% an WDC gespendet.

Orca-Video zum Start der Kampagne

Um die Kampagne „Orcas leben in Ozeanen“ bekannt zu machen, hat Munchkin ein Video produziert. Darin lässt ein kleiner Junge seinen Spielzeug-Orca frei – im Meer. Das Video soll auf die Kommerzialisierung der majestätischen Tiere hinweisen und zeigen, wie wunderbar es wäre, wenn die gefangenen Schwertwale den Rest ihres Lebens in Freiheit in einer natürlichen Umgebung verbringen könnten. Ein Refugium an der Küste wäre so ein Ort.

“Als Vater von zwei Kindern und Vorstand eines Unternehmens habe ich die Verantwortung, mit gutem Beispiel voran zu gehen”, so Dunn. „Das gesamte Team von Munchkin glaubt an den Erfolg der Kampagne. Es ist Zeit für uns, aktiv zu werden und diese wunderbaren Lebewesen zurück in ihre Heimat zu bringen – den Ozean!“.

Weitere Informationen auf Englisch sind auf der Seite www.munchkin.com/OrcasLiveInOceans verfügbar. In den sozialen Netzwerken werden alle Beiträge unter dem Hashtag #OrcasLiveInOceans gesammelt. Munchkin ist auf Facebook, Twitter und Instagram vertreten.

Orcas in Gefangenschaft

Mit Stand Oktober 2015 sind 58 Orcas in Gefangenschaft, davon 24 Wildfänge und 34, die in Gefangenschaft geboren wurden. Sie befinden sich in 14 Delfinarien in acht verschiedenen Ländern.

Mindestens 151 Orcas wurden seit dem Jahr 1961 gefangen – darunter auch Orca Morgan.

  • 127 dieser Orcas sind verstorben.
  • In ihrem natürlichen Lebensraum werden männliche Orcas im Durchschnitt 30 Jahre alt (maximal 50-60 Jahre) und weibliche Orcas 46 Jahre alt (maximal 80-90 Jahre).
  • Mindestens 162 Orcas sind insgesamt in Gefangenschaft gestorben, wobei Fehlgeburten und Totgeburten nicht mitgezählt werden.
  • SeaWorld hält in den USA derzeit 24 Orcas in drei verschiedenen Delfinarien gefangen. Auch der Loro Parque in Spanien hält mehrere Orcas gefangen – dort befinden sich mindestens vier weitere Orcas aus dem Besitz von SeaWorld, die hierher ausgeliehen wurden. Wem die Schwertwale Adan und Morgan gehören wurde nicht abschließend geklärt.
  • Bei einer dramatischen Fangaktion im Jahr 1970 wurden 80 Individuen der Southern Residents in Penn Cove zusammengetrieben. Sieben von ihnen wurden in Gefangenschaft genommen, fünf starben bei der Aktion. Heute ist die Population der Southern Residents als gefährdet eingestuft. Nur einer der Schwertwale ist heute noch am Leben – Lolita. Sie wird im Miami Seaquarium in Gefangenschaft gehalten.
  • Der Orca, der am längsten in Gefangenschaft überlebt hat, ist Corky. Sie wurde 1969 in den Gewässern von Vancouver Island, Kanada, gefangen und gehörte zur Population der Northern Residents. Heute lebt sie im SeaWorld San Diego. Kein einziges ihrer sieben Babys hat überlebt.
  • Seit 2002 wurden mindestens 14 Orcas in russischen Gewässern gefangen, zuletzt im August 2015.

Morgan, held in captivity at Loro Parque in Tenerife, Spain.


Bitte helfen Sie uns, Orcas zu schützen!

Der Dokumentarfilm Blackfish hat unter anderem dazu beigetragen, dass in der Öffentlichkeit die Stimmung gekippt ist (siehe Blackfish-Effekt Teil I, Teil II, Teil III, Teil IV und Teil V). Obwohl die Delfinarien-Industrie versucht die Probleme zu vertuschen, sind sich immer mehr Menschen bewusst, dass das Leben für Orcas in Gefangenschaft kein Zuckerschlecken ist. Krankheiten, Fehlgeburten und vorzeitige Todesfälle beweisen, dass Orcas nicht in Gefangenschaft leben können. Der grausame Zirkus muss endlich ein Ende haben!

Unterstützen Sie unsere Arbeit und adoptieren Sie noch heute einen Orca!