Meere schützen

Harbour Porpoise
Harbour Porpoise
Gesunde Meere sind essentiell für das Leben auf unserem Planeten. Und gesunde Meere brauchen Wale als Teil dieses Ökosystems. Über 70% der Erdoberfläche sind von Wasser bedeckt. Aber nur 3,4% stehen unter Schutz und lediglich 1% wird als effektiv verwaltet eingestuft. Um Wale und Delfine, unseren gemeinsamen Planeten (und damit auch uns selbst) zu erhalten, müssen wir ihre Lebensräume schützen.

Wale und Delfine wandern oft über große Distanzen, doch es gibt bestimmte Gebiete von besonderer Bedeutung: für die Paarung, für die Aufzucht ihrer Jungen und die Nahrungsaufnahme. Wenn diese Lebensräume nachhaltig geschützt werden, steigt die Überlebenschance für die gesamte Population.

In Meeresschutzgebieten – vergleichbar mit Schutzzonen an Land – können menschliche Aktivitäten wie Öl- und Gasförderung und bestimmte Arten des Fischfangs eingeschränkt werden. Oder Schiffe müssen ihr Tempo drosseln, damit sie nicht mit Walen kollidieren. Schutzgebiete können küstennah oder weit davon entfernt auf hoher See sein.

Sogenannte Besondere Schutzgebiete (BSG, engl. „Special Areas of Conservation“ / SAC) sind in der Europäischen Union zur Bewahrung von Lebensräumen und Arten ausgewiesene Schutzgebiete an Land und im Meer. Die Verantwortung für das Management dieser Gebiete liegt bei den nationalen Behörden der EU Mitgliedsstaaten.

Mit der Kampagne „Walheimat“ setzt sich WDC dafür ein, dass Schweinswale in den deutschen Meeresschutzgebieten auch effektiv geschützt werden. Unterstützen Sie unseren Einsatz für mehr wirksame Meeresschutzgebiete weltweit mit Ihrer Patenschaft!

Wie und auf welchen Ebenen wir arbeiten

  • Unsere Experten arbeiten mit internationalen Organisationen und Entscheidungsträgern zusammen, um Wale und Delfine besser vor Fang und Jagd, vor Meeresverschmutzung, Unterwasserlärm und Beifang zu schützen und Schutzgebiete dort auszuweisen, wo Wale und Delfine sie am dringendsten benötigen.
  • Wir führen wissenschaftliche Arbeiten zur Gestaltung von Schutzgebieten auf der ganzen Welt durch.
  • Wir arbeiten eng mit den lokalen Behörden und Gemeinschaften zusammen, wenn es um die Ausgestaltung und Pflege von Schutzgebieten geht.
  • Mit Petitionen und Kampagnen erhöhen wir den Druck auf die Politik, effektive Schutzmaßnahmen für Wale und Delfine zu ergreifen, mehr Meeresschutzgebiete zu schaffen sowie in ihnen den Schutz des Ökosystems Meer zu überwachen.

Wofür wir jetzt Ihre Unterstützung brauchen

  • Wir setzen unsere wissenschaftliche Arbeit zur Ausweisung von küstennahen und küstenfernen Schutzgebieten fort, damit ein deutlich größerer Anteil der Meeresoberfläche unter Schutz gestellt wird. Dazu müssen wir unsere Forschung weiterführen, um die für Wale und Delfine wichtigen Gebiete (z.B. Paarungs- oder Nahrungsgebiete) identifizieren zu können.
  • Von den wandernden Delfinpopulationen Südamerikas bis zu den ortstreuen Orca-Familien in den USA, Kanada und im russischen Nordpazifik setzen wir uns langfristig und durch Kooperation auf lokaler Ebene für effektiven Schutz der Lebensräume ein.
  • Auf EU Ebene kämpfen wir weiter für einen stärkeren Meeres- und Artenschutz. Auf Grund fehlenden Monitorings bleibt bis heute unbekannt, wie viele Wale und Delfine in Europa als Beifang in Netzen enden. Fischerei ist in Deutschlands Schutzgebieten fast uneingeschränkt möglich. Es müssen strengere Fischereimaßnahmen in Schutzgebieten gelten und es dürfen kein Rohstoffabbau, keine militärischen Übungen und kein Bau von Windparks und ähnlicher Großanlagen dort stattfinden.
  • Mit unserer Kampagne „Weniger Plastik ist Meer“ informieren wir über die Gefahren von Plastikmüll, sodass die Menschen ihren Plastikkonsum überdenken und reduzieren, damit weniger Plastik in unsere Flüsse und Meere gelangt.
  • Die Fortsetzung unserer Kampagne zum Schutz der Nordatlantischen Glattwale ist notwendiger denn je, denn ihr Lebensraum und die Wanderrouten haben sich aufgrund der klimatischen Veränderungen nach Norden verschoben, sodass nun neue Gebiete unter Schutz gestellt werden müssen. Alleine 2017 wurden 17 Nordatlantische Glattwale getötet (ein Großteil starb als Beifang und durch Kollisionen mit Schiffen), aber nur fünf Glattwale geboren.

Gehen Sie mit uns auf die Reise und lassen Sie sich mit unserer Google Earth Tour 12 für Wale und Delfine besonders wichtige Gebiete zeigen, die geschützt werden müssen.

Helfen Sie uns. Schließen Sie jetzt eine Patenschaft ab!