Delfinjagden

Treibjagden sind unbeschreiblich grausam. Vor allem auf den Färöer Inseln (eine semi-autonome Region Dänemarks) und in Japan werden Delfine und Kleinwale auf offenem Meer umzingelt und dann mit Hilfe von Booten in eine Bucht getrieben. Dort werden sie entweder brutal geschlachtet oder bisweilen (wie in Japan) lebend an Marineparks und Aquarien weltweit verkauft, um uns zu ‚unterhalten‘.

Viele Delfine sterben an den Folgen eines Schocks, noch bevor sie abtransportiert werden können. In Japan sollen große Vorhänge vor der Bucht die Schlachtung vor der Öffentlichkeit verbergen. Die intelligenten Tiere erleiden während der Jagd große Schmerzen und stehen unter enormem Stress. Deshalb muss diese Praxis beendet werden.

Die schockierendsten Treibjagden finden auf den Färöer Inseln und Japan statt. Dort treiben die Jäger Wale und Delfine mit Booten in eine kleine Bucht oder einen Meeresarm, um sie dort zu schlachten.

Die japanische Jagd ist die größte Massenschlachtung von Walen und Delfinen weltweit und dennoch wissen die wenigsten Japaner überhaupt von den Jagden. Auf den Färöer Inseln (eine semi-autonome Region Dänemarks), werden während der Jagd (auch Grind genannt) ganze Familiengruppen umzingelt. Wenn die Tiere später im flachen Wasser gestrandet sind, schleppen die Jäger sie mit Hilfe eines Metallhakens, der ins Blasloch der Tiere gerammt wird, lebend an den Strand. Mit Messern werden ihnen dort die großen Blutgefäße durchtrennt. Vor den Augen der Familienmitglieder findet die Tötung von tragenden Weibchen und Jungtieren statt. Diese intelligenten Tiere wissen dabei ganz genau, was um sie herum passiert.

In der Bucht von Taiji sterben einige Tiere, die für Delfinshows ausgewählt sind, noch bevor sie abtransportiert werden können. Die Quote für die Saison 2015-2016 erlaubt es, 1873 Delfine zu töten. In der letzten Saison (2014-2015) wurden 800 Delfine getötet und zusätzlich 80 Individuen für die Delfinarienindustrie gefangen. 2013-2014 waren es 834 getötete Delfine und 158 gefangengenommene Individuen.

Neben der Treibjagd dürfen die Fischer auch andere Methoden anwenden: die Handharpunen-Jagd und den Küstenwalfang. Die Handharpunen-Jagd wird in verschiedenen Orten in Japan praktiziert und findet auf offener See statt, was dazu führt, dass Delfine praktisch ganzjährig gejagt und traumatisiert werden. Die Gesamtquote für alle Jagdmethoden zusammen beträgt für die Saison 2015-2016 nun 15066 Individuen.

Diese Jagden müssen beendet werden. Warum?

Die Tiere sind immensem Leid und Stress ausgesetzt. Das Herausreißen einzelner Wale und Delfine aus ihrem natürlichen Umfeld und ihrer Familie für die Delfinarienindustrie ist grausam. Nach wie vor stellt der Profit durch die Lebendfänge für Marineparks und Aquarien die entscheidende Antriebskraft für die Jagden dar. Zudem wird das hochgradig mit Quecksilber belastete Fleisch noch immer an die japanische und färingische Bevölkerung verkauft.


Unabhängige Langzeitstudien an Kindern auf den Färöer Inseln haben neurologische Verspätungen, Herzkreislaufprobleme und andere Entwicklungsstörungen direkt mit dem vorgeburtlichen Konsum von Walfleisch der Mutter in Verbindung gebracht. Zusätzlich haben neuere Studien den direkten Zusammenhang zwischen dem Auftreten von Parkinson bei erwachsenen Färingern und dem Verzehr von Pilotwalfleisch gezeigt. Ungeachtet dessen gehen die Jagd und der Konsum weiter.

Die Treibjagd auf den Färöer Inseln ist nicht Gegenstand von internationalen Kontrollen, da sie sich auf kleine Walarten bezieht (vor allem Pilotwale und einige Delfinarten), sodass die Internationale Walfangkommission (IWC) dies zurzeit nicht bewältigen kann. Da die Färöer Inseln kein Mitglied der Europäischen Union sind, sind sie auch nicht von der europäischen Rechtslage betroffen, die den Walfang verbietet.