Meeresschutzgebiet im Alborán Meer

Für die Errichtung eines effektiven Meeresschutzgebietes im Alborán Meer.

Das Alboran Meer erstreckt sich zwischen Andalusien und Nordafrika und dehnt sich von der Straße von Gibraltar rund 300 Seemeilen (555 km) nach Osten aus. Es gehört zu den Regionen mit der höchsten marinen Artenvielfalt in Europa und ist Heimat von neun verschiedenen Wal- und Delfinarten, darunter Orcas und Finnwale. Im Alboran Meer leben außerdem das ganze Jahr über  fünf verschiedene Delfinarten, darunter der in anderen Gebieten des Mittelmeers gefährdete Gemeine Delfin,  der Cuvier Schnabelwal und der Pottwal.

Fischerei, Lärm und Verschmutzung

Die größten Gefahren für Wale und Delfine im Alboran Meer sind die industrielle Fischerei, Geisternetze, Umweltverschmutzung und Lärm durch den zunehmenden Schiffsverkehr in der Straße von Gibraltar. Das Mittelmeer wird von 30% der Schiffe weltweit befahren, dabei bedeckt dieses „kleine“ Meer nur ca. 1% der Erdoberfläche und beinahe jedes Schiff im Mittelmeer passiert die Straße von Gibraltar.

Das vorgeschlagene Meeresschutzgebiet im Alborán Meer:

2007 empfahlen Wissenschaftler die auf der Karte ausgewiesene Region als Special Protected Area of Mediterranean Interest (SPAMI) auszuzeichnen. Dieses Gebiet würde auf der Hochsee ausgewiesen, während für das Management der Gebiete innerhalb der Hoheitsgewässer nationale Gesetzgebung und die EU Habitat-Richtlinie verantwortlich wären.

Im März 2008 erklärten sich die Mittelmeer- und Schwarzmeerstaaten grundsätzlich bereit, diese und andere vorgeschlagene Regionen im Mittelmeer und im Schwarzen Meer unter Schutz zu stellen, um die Biodiversitätsziele bis 2012 zu erreichen. Doch bis heute haben die angrenzenden Staaten Spanien, Marokko, Algerien und Gibraltar (UK) keine weiteren Schritte vollzogen, um das Alboran Meer wirksam unter Schutz zu stellen.