Schweinswal

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Neue Managementpläne, altes Problem: Schweinswale an Deutschlands Küsten unzureichend geschützt

Vor einem halben Jahr wurden nach jahrelanger Vorbereitung drei Meeresschutzgebiete im deutschen Teil der Nordsee geschaffen. Nun hat die Bundesregierung die dazugehörigen Managementpläne präsentiert. Diese werden den Verlust der Artenvielfalt an unseren Küsten jedoch nicht stoppen. Schweinswale, Seevögel sowie seltene Riffe und Sandbänke erhalten mit den vorgeschlagenen Maßnahmen keinen effektiven Schutz, obwohl die Entwürfe durchaus in die richtige Richtung gehen.

EU-Parlament schwächt Wal- und Delfinschutz

In den Meeren Europas spielt sich, von der breiten Öffentlichkeit kaum wahrgenommen, eine der größten Umweltkatastrophen der EU ab: Jedes Jahr verenden Tausende Delfine und Schweinswale in den Netzen der Fischer. Und das, obwohl es sich (auf dem Papier) um streng geschützte Arten handelt.

Klein sucht Groß: Junger Schweinswal schließt sich Delfinen an

Normalerweise sollten sich Schweinswale vor Großen Tümmlern eher in Acht nehmen, denn sie werden gelegentlich Opfer von Delfin-Attacken. Doch nun sorgt eine andere Geschichte über diese beiden Arten für Aufsehen: Seite an Seite schwimmen Große Tümmler und ein junger Schweinswal in der Bugwelle eines Bootes. Dieses ungewöhnliche Verhalten konnte sogar auf Video festgehalten werden:

Klage gegen Bundesregierung geht in die nächste Runde

Die Klage zahlreicher Umweltverbände gegen die Bundesregierung Deutschland wurde im November 2017 bei einer Anhörung im Europäischen Gerichtshof (EuGH) verhandelt. WDC hatte bereits 2014 gemeinsam mit anderen Umweltschutzorganisationen den Stopp der Fischerei mit Grundschlepp- und Stellnetzen in deutschen Schutzgebieten eingeklagt. Vom Kölner Verwaltungsgericht wurde diese Klage an den EuGH weitergegeben.

EU verspielt wichtige Chance im Kampf gegen Beifang

Am 21. November 2017 stimmte der EU Fischereiausschuss über eine Reihe vom Maßnahmen ab, die zur Erhaltung von Fischbeständen und dem Schutz von Schweinswalen, Delfinen, Seevögeln, Robben und Schildkröten vor Beifang dienen.

EU-Abstimmung zu Beifang: Tausende Wale und Delfine sterben jedes Jahr

WDC hat die Umsetzung der EU-Regulation gegen Beifang untersucht und kritisiert scharf, dass sie von den meisten Ländern ignoriert wird. In der kommenden Woche soll bei einer Abstimmung im EU-Parlament die bestehende Regulation sogar noch weiter abgeschwächt werden. Beifang ist die größte Gefahr für Wale und Delfine – jedes Jahr sterben weltweit Hunderttausende Meeressäuger qualvoll in Fischernetzen.

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