Meeresschutzgebiet

Interview mit Lothar Koch zum Walpfad auf Sylt

Der Biologe Lothar Koch lebt seit 1988 auf Sylt und setzt sich seither für den Schutz der kleinen Nordseewale ein. Als Sprecher der Schutzstation Wattenmeer e.V. trug er mit seiner Öffentlichkeitsarbeit maßgeblich zur Einrichtung des ersten Walschutzgebietes Europas vor der Insel Sylt bei. Nun ist er an der Fertigstellung eines „Sylter Walpfades“ beteiligt.

Unterwasserlärm schadet Walen und verändert ihre Kommunikation

Immer wieder stranden Wale, jedoch sind die Gründe häufig nicht bekannt. Forscher gehen aber davon aus, dass militärische Sonargeräte eine - manchmal tödliche - Rolle spielen. Wissenschaftler der Foundation for Marine Ecology and Telemetry Research führten nun eine Studie an 16 Cuvier-Schnabelwalen durch, um ihre Reaktion auf Sonarsignale zu untersuchen und auf mögliche Ursachen für die Strandungen zu schließen.

WDC unterstützt Projekt zur Rettung der Ganges-Delfine

Der Ganges-Delfin (auch Südasiatischer Flussdelfin genannt), gehört zur am stärksten bedrohten Art der Süßwasserdelfine. Er lebt in den Flüssen Nepals, Indiens und Bangladeschs. Der stark schrumpfende Bestand gibt Anlass zur Sorge. Forscher vermuten, dass es inzwischen weniger als 50 Ganges-Delfine gibt. Aus einem der vier Flüsse, in denen die Delfine leben, sind sie bereits komplett verschwunden. Um Nepals Flussdelfine vor dem Aussterben zu bewahren, muss sofort etwas unternommen werden.

China: Lebensraum der Indopazifischen Buckeldelfine bedroht

Der chinesische Großkonzern Chimelong hat bekannt gegeben, fast 800 Millionen Dollar in die Umgestaltung und den Ausbau seines International Ocean Tourist Resort zu investieren. Die fragliche Hotelanlage liegt an der Küste im Süden Chinas nahe der Glücksspielmetropole Macau. Umweltschützer haben die Sanierungspläne stark kritisiert, da sie den Lebensraum einer Population von Indopazifischen Buckeldelfinen direkt betreffen.

Umweltverbände: Angriff auf den Meeresschutz abgewehrt

Nord- und Ostsee können auch in Zukunft durch das Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) geschützt werden. Eine Klausel im Gesetzentwurf hätte ein praktisches Vetorecht aller Bundesministerien bedeutet, um zukünftig effektive Meeresschutzmaßnahmen zu blockieren. Die Umweltverbände NABU, BUND, DNR, DUH, Greenpeace, Schutzstation Wattenmeer, WWF und Whale & Dolphin Conservation hatten sich intensiv gegen die Klausel  eingesetzt und begrüßen die Entscheidung, dass sie abgelehnt wurde.

Sechs Nordatlantische Glattwale gestorben

Seit dem 7. Juni sind sechs Nordatlantische Glattwale tot im Sankt-Lorenz-Golf an der Ostküste Kanadas gefunden worden. Da es nur noch 500 Individuen dieser Walart gibt, bedeutet das den Verlust von über einem Prozent der weltweiten Population! Zwei der toten Wale waren Weibchen, die nach Einschätzung der Meeresbiologen noch fünf bis zehn Jungtiere auf die Welt hätten bringen können. Das wäre für die Zukunft der als vom Aussterben bedroht geltenden Spezies sehr wichtig gewesen.

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