Meeresschutzgebiet

Umweltverbände: Angriff auf den Meeresschutz abgewehrt

Nord- und Ostsee können auch in Zukunft durch das Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) geschützt werden. Eine Klausel im Gesetzentwurf hätte ein praktisches Vetorecht aller Bundesministerien bedeutet, um zukünftig effektive Meeresschutzmaßnahmen zu blockieren. Die Umweltverbände NABU, BUND, DNR, DUH, Greenpeace, Schutzstation Wattenmeer, WWF und Whale & Dolphin Conservation hatten sich intensiv gegen die Klausel  eingesetzt und begrüßen die Entscheidung, dass sie abgelehnt wurde.

Sechs Nordatlantische Glattwale gestorben

Seit dem 7. Juni sind sechs Nordatlantische Glattwale tot im Sankt-Lorenz-Golf an der Ostküste Kanadas gefunden worden. Da es nur noch 500 Individuen dieser Walart gibt, bedeutet das den Verlust von über einem Prozent der weltweiten Population! Zwei der toten Wale waren Weibchen, die nach Einschätzung der Meeresbiologen noch fünf bis zehn Jungtiere auf die Welt hätten bringen können. Das wäre für die Zukunft der als vom Aussterben bedroht geltenden Spezies sehr wichtig gewesen.

Zum internationalen Tag des Meeres – Fünf Dinge die jeder für das Meer tun kann

Wir leben auf einem blauen Planeten. Die Meere sind wichtige Sauerstoffproduzenten, Nahrungsquelle, enorme Klimapuffer, Lebensraum für unzählige Arten und die Heimat der Wale und Delfine.

Wir dürfen die Meere nicht als Müllkippe und unerschöpfliche Ressource betrachten. Auch wenn viele Menschen weit weg von den Küsten leben, sollten wir nicht vergessen, welche große Rolle die Meere für uns und das Leben auf der Erde spielen.

So können wir alle den Meeren helfen:

Beifang-Problematik in Deutschland: Pinger alleine lösen das Problem nicht

Mehrere Hundert Schweinswale verenden jedes Jahr in deutschen Gewässern, weil sie sich in Stellnetzen verfangen und qualvoll ersticken. Eine Methode, die Abhilfe verspricht, ist das Anbringen von sogenannten „Pingern“ an Netzen: kleine Geräte, die unangenehme Geräusche von sich geben, welche die Wale vertreiben und so das Verfangen in den Netzen vermeiden sollen. Die bisher eingesetzten Geräusche vertreiben die Wale also aus ihrem Lebensraum.

Sri Lanka: Fischer wegen Delfin-Beifang verhaftet

Im Hafenbecken von Trincomalee im Nordosten Sri Lankas starben zwölf Delfine, nachdem sie sich in einem Netz verfangen hatten. Ein erschütterndes Video eines Beobachters zeigte, dass manche der Delfine noch lebendig waren, als man die Netze einholte.

Offener Brief an die Bundeskanzlerin: Nord- und Ostsee in Gefahr

Unter dem Druck der Ministerien für Landwirtschaft, Wirtschaft, Verkehr und Forschung hat das Bundesumweltministerium den verwässerten Schutzgebietsverordnungen in Nord- und Ostsee zugestimmt. Auch zukünftig soll in FFH- und Vogelschutzgebieten gefischt, Sand und Kies abgebaut und mit Schallkanonen der Meeresboden untersucht werden können. Gleichzeitig soll das novellierte Bundesnaturschutzgesetz den Ministerien ein Vetorecht bei zukünftigen Schutzmaßnahmen zusichern. Es droht der Ausverkauf von Nord- und Ostsee!

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