Meeresschutzgebiet

Offener Brief an die Bundeskanzlerin: Nord- und Ostsee in Gefahr

Unter dem Druck der Ministerien für Landwirtschaft, Wirtschaft, Verkehr und Forschung hat das Bundesumweltministerium den verwässerten Schutzgebietsverordnungen in Nord- und Ostsee zugestimmt. Auch zukünftig soll in FFH- und Vogelschutzgebieten gefischt, Sand und Kies abgebaut und mit Schallkanonen der Meeresboden untersucht werden können. Gleichzeitig soll das novellierte Bundesnaturschutzgesetz den Ministerien ein Vetorecht bei zukünftigen Schutzmaßnahmen zusichern. Es droht der Ausverkauf von Nord- und Ostsee!

Das ist kein Meeresschutz mehr!

Die Bundesregierung versagt beim Schutz der Meere vor der eigenen Haustüre.

WDC kritisiert in seiner heutigen Pressemitteilung gemeinsam mit deutschen Umweltverbänden Änderungen des novellierten Bundesnaturschutzgesetzes im Bereich Meeresschutz. Wenn diese Gesetze Wirklichkeit werden – verschlechtert sich der Schutz von Nord- und Ostsee massiv. Das in den Verhandlungen federführende Bundesumweltministerium habe dem Druck anderer Ministerien nachgegeben und ist einen gefährlichen Handel eingegangen, um das Gesetz schnell zu verabschieden.

Walforscher im Klassenzimmer

WDC-Meeresbiologe Fabian Ritter erforscht Wale und Delfine seit vielen Jahren, er verleiht ihnen auf Konferenzen, in Fachgruppen und im Gespräch mit Politikern seine Stimme und setzt sich für den Schutz der Meere ein. Wann immer es seine Zeit erlaubt, vermittelt er sein Wissen und seine Begeisterung über die Erforschung von Walen auch den jüngsten Walfreunden unter uns.

Neue Schutzgebiete für Schweinswale

Jahrelang hat WDC dafür gekämpft, dass wichtige Schutzgebiete in den britischen Gewässern für Schweinswale ausgewiesen werden. Nun ist es endlich soweit. Und obwohl wir wissen, dass mit der Erstellung von Managementplänen für diese Gebiete noch ein weiter Weg vor uns liegt, ist es ein riesiger Erfolg für die Arbeit von WDC!

Erfolg: Schweden will bedrohte Schweinswale besser schützen

Das Projekt SAMBAH (Static Acoustic Monitoring of the Baltic Sea Harbour Porpoise) veröffentlichte 2014 die aktuellsten Schätzungen zum Vorkommen der Schweinswale in der zentralen Ostsee. Basierend auf diesen Ergebnissen hat die schwedische Regierung entschieden ein Natura-2000-Meeresschutzgebiet, das überwiegend Teil von Schwedens Wirtschaftszone ist, für die bedrohten Schweinswale in der Ostsee zu errichten.

EU-Kommission: Naturschutz-Richtlinie bleibt!

Europäische Naturschutzorganisationen, darunter WDC, hatten sich in den vergangenen 18 Monaten für den Erhalt der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie in der jetzigen Form eingesetzt. Eine öffentliche Konsultation wurde von 550.000 Menschen unterzeichnet, die sich gegen die Schwächung der Richtlinie aussprachen. Nun hat die EU-Kommission entschieden, dass die Gesetzgebung in ihrer heutigen Form bestehen bleibt und nicht abgeschwächt werden darf.

Erfolg im Artenschutz für Wale und Delfine

ACCOBAMS ist das Abkommen zur Erhaltung von Walen und Delfinen im Mittelmeer und im Schwarzen Meer. Es bringt Regierungen aus dieser Region zusammen, um den Schutz von Walen, Delfinen und deren mariner Lebenswelt in ihren Gewässern voranzutreiben.

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