News

Japan tötet Wale – die EU will trotzdem ein Handelsabkommen abschließen

Im Oktober 2016 überreichten WDC und Care2 dem EU-Parlament eine Petition, die von fast 270.000 EU-Bürgern unterzeichnet wurde. Die Forderung: In den Verhandlungen über ein Freihandelsabkommen mit Japan soll die EU das Thema Walfang auf die Agenda setzen und „Nein“ zu einem Vertragsabschluss sagen, solange Japan Walfang betreibt.

Japans „Rote Liste“ erklärt Delfine und Wale als nicht gefährdet

Die neue Version der japanischen “Rote Liste der Meereslebewesen” stößt bei Experten und NGOs auf Kritik: Sie erklärt zahlreiche Kleinwalarten in japanischen Gewässern als nicht gefährdet. Die japanische Fischereibehörde und das Umweltministerium haben die Liste gemeinsam erarbeitet, sie ist als japanisches Äquivalent zur Roten Liste der Weltnaturschutzunion (IUCN) gedacht.

Taiji: Jagd auf zwei weitere Delfinarten

Laut Berichten aus Japan sind zwei neue Delfinarten in die Liste der Delfine aufgenommen worden, die Jäger aus der Stadt Taiji töten oder für die Delfinarienindustrie fangen dürfen. Zu den neun bereits auf der Liste stehenden Arten hat die japanische Fischereibehörde jetzt auch den Rauzahndelfin und den Breitschnabeldelfin hinzugefügt.

Neue Erkenntnisse zu Narwal-“Einhorn”

Spektakuläre Drohnen-Aufnahmen von WWF-Forschern aus Kanada haben neue Erkenntnisse erbracht, wie Narwale ihren „Einhorn“-Zahn einsetzen. Die Zahnwale verwenden ihren bis zu mehrere Meter langen, spitzen Zahn um Fische zu erbeuten. In dem Video ist zu sehen, wie sie sich gezielt einen Fisch aussuchen und mit einem kräftigen Schlag betäuben, bevor sie ihn fressen.

Beifang-Problematik in Deutschland: Pinger alleine lösen das Problem nicht

Mehrere Hundert Schweinswale verenden jedes Jahr in deutschen Gewässern, weil sie sich in Stellnetzen verfangen und qualvoll ersticken. Eine Methode, die Abhilfe verspricht, ist das Anbringen von sogenannten „Pingern“ an Netzen: kleine Geräte, die unangenehme Geräusche von sich geben, welche die Wale vertreiben und so das Verfangen in den Netzen vermeiden sollen. Die bisher eingesetzten Geräusche vertreiben die Wale also aus ihrem Lebensraum.

Was bedeutet das neue Gesetz für Wale und Delfine in Frankreich?

Frankreich hat überraschend ein bedeutendes Gesetz erlassen, laut dem keine Wale und Delfine mehr in Gefangenschaft gehalten werden sollen. WDC begrüßt diese Entscheidung von Umweltministerin Ségolène Royal. Die bereits in französischen Delfinarien lebenden Meeressäuger sind von der Grundsatzentscheidung nicht direkt betroffen, da sie weiterhin in Gefangenschaft verbleiben. Einige Punkte des neuen Gesetzes betreffen sie jedoch und sollen ihre Lebensbedingungen deutlich verbessern.

Gestrandeter Orca weist alarmierende PCB Belastung auf

Bereits vor einem Jahr wurde das Orcaweibchen Lulu tot an der Westküste Großbritanniens aufgefunden. Nun enthüllen die Autopsie-Befunde eine traurige Geschichte.

Lulu war eine der letzten ihrer Art. Sie gehörte zu einer kleinen Gruppe von nur acht Orcas, die in britischen Gewässern heimisch sind. Diese akut vom Aussterben bedrohte Population hatte seit über 20 Jahren keinen Nachwuchs mehr. Nun legen die Untersuchungsergebnisse von Lulus Körper nahe, warum dies der Fall sein könnte: Lulu war stark mit Polychlorierten Biphenylen (PCB) belastet.

Geht es Walen und Delfinen in Europa besser als erwartet?

Zehn EU-Mitgliedsstaaten haben eine umfassende Zählung durchgeführt, die Aufschluss über Verbreitung und Vorkommen von Walen und Delfinen in europäischen Gewässern gibt. Die meisten Populationen scheinen stabil zu sein – doch WDC ist besorgt über den Zustand einiger Arten.

Seiten

News abonnieren