29 Kilo Plastik im Magen eines gestrandeten Pottwals

29 Kilo Plastikmüll wurden im Magen eines Pottwals entdeckt, der leblos an die Südküste Spaniens angeschwemmt wurde. Der Wal wurde Ende Februar in der Nähe von Murcia an der Mittelmeerküste aufgefunden. Er sei ungefähr zehn Meter lang und wiege mehr als sechs Tonnen gaben Experten von der ortsansässigen Tierrettungsstation bekannt.

Bei der Obduktion des Wales kamen verschluckte Gegenstände zum Vorschein: darunter Plastiktüten, Fischernetze und ein Benzinkanister. Laut dem medizinischen Bericht war die Todesursache eine Bauchfellentzündung, da der Wal die verschluckten Plastikmaterialien nicht verdauen konnte.

Plastik am Strand
Plastik am Strand

Der Generaldirektor der Abteilung für Natur und Umwelt in der Regierung von Murcia, Consuelo Rosauro, berichtet, dass der in den Meeren umhertreibende Plastikmüll zur Gefahr für die marine Lebenswelt wird: viele im Meer lebende Tiere verfangen sich in den Abfällen oder verschlucken große Mengen Plastik.

Pottwale gelten als gefährdete Art und kommen in allen Meeren außer der Hocharktis vor. Sie sind die größten Zahnwale und haben im Vergleich zu ihrer Körpergröße das größte Gehirn aller Lebewesen auf der Erde.

Pottwale sind durch viele menschliche Aktivitäten bedroht:

  • Schiffskollisionen
  • Verfangen in Fischereigerät
  • Lärm im Meer, vor allem in Öl- und Gasförderungsgebieten und aufgrund von starkem Schiffsverkehr
  • Meeresverschmutzung

Der langfristige Schutz der marinen Lebenswelten ist eines der 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals) der Vereinten Nationen. Das 14. Ziel widmet sich diesem Schutz der Meere und erklärt, dass die Temperatur und die chemische Zusammensetzung der Meere sowie die Meeresströme essentiell sind um ein Gegengewicht zu den Effekten des Klimawandels zu schaffen. 30% der Fischbestände sind laut dem Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen heutzutage überfischt. Die Meere absorbieren bis zu 30% des vom Menschen produzierten Kohlenstoffdioxids, was zu einem 26 prozentigen Anstieg der Meeresversauerung seit Beginn der industriellen Revolution geführt hat.

„Die Meeresverschmutzung erreicht ein besorgniserregendes Level, da pro Quadratkilometer Meer im Durchschnitt 13000 Plastikteile gefunden werden“ heißt es im Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen.

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