Kanada will Gefangenschaftshaltung von Walen und Delfinen verbieten

Die kanadische Regierung überarbeitet derzeit die Gesetzgebung zur Fischerei. Im Zuge dessen will sie Lebendfänge von Walen, Delfinen und Schweinswalen verbieten. Das neue Gesetz wird außerdem den Import von Meeressäugern sowie deren Sperma, Embryos oder Gewebe untersagen.

Bereits seit 1992 gab es in Kanada keine Lebendfänge von Walen und Delfinen für die Gefangenschaftshaltung mehr. In den letzten Jahren wurden jedoch wildgefangene Belugas und Große Tümmler importiert, um in Delfinarien zur Schau gestellt zu werden.

Delfine in Gefangenschaft
Delfine in Gefangenschaft

Die kanadische Regierung reagiert damit auf einen weltweiten Trend nach der Dokumentation „Blackfish“ im Jahr 2013, nach der immer mehr Delfinarien schließen und entsprechende Gesetze erlassen werden.

Der Fischereiminister Dominic LeBlanc sagt dazu: „Die öffentliche Akzeptanz zur Haltung dieser majestätischen Wesen in Gefangenschaft hat sich verändert. Die Gesetzgebung sollte das widerspiegeln. Wir sind der Ansicht, dass die Kanadier diese Wendung unterstützen!“.

Derzeit gibt es nur noch zwei Delfinarien in Kanada, das Marineland und das Vancouver Aquarium. Letzteres hat kürzlich bekannt gegeben, keine Wale und Delfine mehr öffentlich zur Schau stellen zu wollen, nachdem die Proteste ihrem Geschäft geschadet hatten. Das Vancouver Aquarium will darüber hinaus keine verletzten oder geretteten Wale und Delfine mehr aufnehmen, wobei die neue Gesetzgebung Ausnahmen für die Regeneration verletzter Individuen jedoch erlauben würde.

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