Irawadi-Delfine und Glattschweinswale auf der Roten Liste

Zwei weitere Arten wurden von der Weltnaturschutzorganisation IUCN auf die Rote Liste der bedrohten Arten gesetzt: der Irawadi-Delfin und der Jangtse-Glattschweinswal. Diese beiden Wal- und Delfinarten sind jedoch nicht die einzigen, die bedroht sind. Der Vaquita ist mit etwa 35 Individuen dem Aussterben nahe. Schuld am Artensterben der Meeressäuger ist vor allem der Mensch. Beifang in Fischernetzen und die Zerstörung der Lebensräume sind hierbei die entscheidenden Faktoren.

Glattschweinswal (c) Grant Abel
Glattschweinswal (c) Grant Abel

Der Glattschweinswal lebt in den Küstengewässern vor Korea und Japan Richtung Süden zum Ostchinesischen Meer bis zum Jangtse-Fluss. Er ist vor allem durch Beifang bedroht. Häufig verfangen sich die kleinen Wale in Fischernetzen, insbesondere Kiemennetzen. Weitere Gefahren sind die Jagd, Lebendfang für die Zurschaustellung, Störungen durch Menschen, Zerstörung seines Lebensraums, Schiffskollisionen sowie chemische und akustische Umweltverschmutzung. Vermutlich ist die Anzahl der Individuen in den letzten 45 Jahren um mehr als 50% zurückgegangen. Vor allem die Population im Jangtse-Fluss gilt als vom Aussterben bedroht. Dies ist vor allem darauf zurück zu führen, dass im Verbreitungsgebiet seit 1978 mindestens 279 gestrandete Individuen gefunden wurden.

Die Zahl der Irawadi-Delfine hat sich in den letzten 60 Jahren halbiert. Sein Verbreitungsgebiet umfasst den Küstenbereich des Indischen Ozeans von Indien bis Indonesien sowie einige Flüsse und Seen. Die Delfine entfernen sich nie weit von der Küste und wurden schon 1.300 Flusskilometer vom Meer entfernt angetroffen. Manche verbringen ihr gesamtes Leben im Süßwasser. In diesen Lebensräumen ist der Irawadi-Delfin von menschlichen Aktivitäten bedroht, vor allem durch Fischfang. Er verfängt sich in den feinmaschigen Netzen und erstickt qualvoll unter Wasser – gleichzeitig wird ihm seine Nahrungsgrundlage entzogen, da die Gewässer überfischt sind. Die Zahl der Irawadi-Delfine ist in vielen Gebieten dramatisch gesunken, oft sind nur noch wenige Individuen vorhanden.

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Irawadi-Delfin
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Forschung