Irland: 8,5 % der untersuchten Wale und Delfine hatten Plastik im Magen

In der Zeitschrift Environmental Pollution wurde eine Studie veröffentlicht, die schockierende Folgen der Meeresverschmutzung durch Plastikmüll zum Vorschein bringt. Laut  Daten, die vor der Küste Irlands durch Wissenschaftler des Galway-Mayo IT und des University College Cork in Zusammenarbeit mit der Irish Whale and Dolphin Group erhoben wurden, weisen 8,5 Prozent der untersuchten Meeressäuger Plastik im Verdauungstrakt auf (45 Individuen). Arten, die in größeren Tiefen leben (wie zum Beispiel der Cuvier Schnabelwal) verschlucken mehr Plastikmüll als solche, die in Küstennähe leben.

In einer der größten Studien dieser Art wurden zwischen 1990 und 2015 Daten von in Irland gestrandeten und in Fischernetzen verfangenen Walen und Delfinen gesammelt. Elf verschiedene Arten wurden dabei untersucht. Die Forscher fanden zum Beispiel Plastiktüten, Verpackungen, Fischerhaken und sogar Patronenhülsen.

Plastikmüll ist eine wachsende Bedrohung für Wale, Delfine sowie für Seevögel und andere Meerestiere. Weltweit wurde bei 56 % aller Wal- und Delfinarten bereits verschluckter Meeresmüll registriert.

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