WDC Erfolg: EU Parlament stimmt gegen Walfleisch-Transfer durch EU Häfen

Viele Jahre lang hat das WDC-Kampagnenteam “Walfang stoppen” zusammen mit anderen NGOs wie der Humane Society International dafür gearbeitet, dass kein Walfleisch mehr durch EU-Häfen verschifft werden darf. Heute stimmte die Mehrheit der Parlamentarier (MEPs) für eine Resolution, die ein Ende dieser Praxis fordert.

Die EU erlaubt bisher, dass Schiffe, die Walfleisch und andere Walprodukte an Bord haben, in EU Häfen anlegen dürfen, obwohl das Vereinigte Königreich und viele EU Länder den Walfang ablehnen. Isländische und norwegische Walfänger haben in der Vergangenheit ihre Walprodukte durch Häfen wie Southampton, Rotterdam und Hamburg verschifft. Über 100.000 Menschen schlossen sich der WDC-Kampagne für ein Verbot dieser Transits an.

Die Resolution spricht sich stark gegen Norwegens andauernden Walfang und Handel mit Walprodukten aus. Die heutige Abstimmung zeigt, dass eine beeindruckende Mehrheit der Parlamentarier den Walfang ablehnen.

Walfleisch in Norwegen
Walfleisch in Norwegen

„WDC hat eng mit den Politikern zusammengearbeitet, um ihren Rückhalt für die Resolution zu stärken. Wir freuen uns sehr über das Ergebnis der Abstimmung, denn sie sendet ein starkes Signal an die EU Kommission und ihre Mitgliedsstaaten: Wale zu töten ist grausam und unnötig und absolut nicht im Sinne der EU Gesetzgebung“, so WDC-Kampagnenleiterin Astrid Fuchs. „WDC hat sich seit Jahren dafür eingesetzt, den Transport des Fleisches durch EU-Häfen zu stoppen. Es ist großartig, endlich Fortschritte zu sehen!“

Die Resolution gibt der EU Kommission ein klares Mandat, die Transiterlaubnis und somit die indirekte Unterstützung von Norwegens Walfangaktivitäten zu beenden. Die Kommission muss nun Maßnahmen entwerfen, mit denen sichergestellt wird, dass Walfleisch nicht länger legal durch EU Häfen transportiert werden kann.  Ein Verbot der Transits wäre die logische Schlussfolgerung.

Die Resolution fordert Norwegen außerdem auf, alle kommerziellen Walfangtätigkeiten einzustellen und endlich das internationale Verbot des Handels mit Walfleisch und anderen Walprodukten anzuerkennen.

 „WDC wird sich nun dafür einsetzen, dass der klaren Aufforderung des EU Parlaments nun Taten von Seiten der Kommission folgen“, schließt Fuchs.

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