WDC kämpft weiter gegen Plastikmüll im Meer

Es ist soweit! Unsere Kampagne „Weniger Plastik ist Meer“ geht in die nächste Runde - dieses Mal in Kooperation mit dem Trinkwasserfilter-Hersteller BRITA. Mit der Kampagne möchten wir die Öffentlichkeit auf das globale Problem des Plastikmülls im Meer aufmerksam machen. Wir fordern zu einem gesellschaftlichen Umdenken auf, denn wenn wir unser Verhalten nicht schleunigst ändern, wird es im Jahr 2050 mehr Plastik im Meer geben als Fische!

Plastikflaschen am Strand
Plastikflaschen am Strand

In Deutschland landet jede Minute eine Tonne Plastik im Meer – eine oft unsichtbare Gefahr für die Bewohner unserer Weltmeere, aber auch für uns Menschen. Da Plastik nicht biologisch abbaubar ist, zersetzt es sich im Laufe der Jahre in immer kleinere Teile, auch Mikroplastik genannt, die so noch leichter ins Nahrungsnetz gelangen. Diese Teilchen sind kleiner als 5 mm und für unser Auge meist unsichtbar. Fische und andere Meeresbewohner verschlucken es. Wer Meeresfrüchte und Fisch isst, konsumiert also auch Mikroplastik.

Mikroplastik existiert beispielsweise in Form von Mikrokügelchen in Körperpflegeprodukte wie Hautpeelings. Aus diesem Grund wollen Länder wie die USA, die Niederlande und Kanada zum Schutz der Flüsse, Seen und Meere das Mikroplastik in Kosmetikartikeln verbieten. Aber nicht nur in kosmetischen Produkten ist es zu finden. Autoreifen produzieren beispielsweise beim Fahren Mikroplastik, wenn sich das Gummi auf der Fahrbahn abwetzt. Mit Wind und Regenwasser gelangt es so in unsere Flüsse und Meere.

Plastik vom Land ins Meer
Plastik vom Land ins Meer

Laut einer Studie der Weltnaturschutzorganisation IUCN verursacht jedoch unsere Kleidung den größten Anteil der Plastikteilchen im Meer. Etwa 35 Prozent werden beim Waschen von Materialien wie Nylon, Acrylfasern, Elasthan und PET ins Abwasser gespült. Auf dem Markt verfügbare Waschmaschinen sowie unsere Kläranlagen sind bisher nicht dafür ausgerüstet, Kunststoffasern aus dem Abwasser zu filtern.

Ein Umdenken ist gefragt und zwar sowohl auf Seiten der Plastikkonsumenten als auch der Produzenten. Was können Hersteller und Verbraucher tun, um weniger Plastik ins Meer zu spülen? Eine Lösung wäre, Kleidung künftig in besserer Qualität herzustellen. Für die Verbraucher ist es ratsam, weniger Kleidung und zudem in besserer Qualität zu kaufen, denn weniger und qualitativ besser ist in diesem Fall mehr! Bis die Hersteller eine Lösung gefunden haben, können Produkte wie der Guppy Friend helfen – dieser Beutel dient als Faserfilter und reduziert so das Mikroplastik, das beim Waschen ins Abwasser gelangt.

Praktische Tipps und Infos gibt es auf whales.org/plastik. Testen Sie dort Ihr Wissen über Plastik und gewinnen Sie tolle BRITA-Preise!

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Plastik