Für ein Umdenken in der Tourismusindustrie. Für ein Ende der Gefangenschaftshaltung

Bereits wenige Tage nach der Veröffentlichung zeigte die aktuelle WDC-Kampagne und das Video über Richard Branson „Stop selling trips to SeaWorld Sir Richard“ Wirkung. Die Virgin Gruppe ignorierte unseren eindringlichen Aufruf nicht, setzte sich umgehend mit WDC in Verbindung und richtete seine Aufmerksamkeit auf die Gefangenschaftshaltung von Walen und Delfinen. Als ersten Schritt lud das weltweit agierende Unternehmen zu einer Besprechung unterschiedlicher Interessensvertreter und Akteure nach Miami ein. Für WDC, war die WDC-Expertin Courtney Vail bei dem Treffen mit Befürwortern und Gegner der Gefangenschaftshaltung vor Ort, bei dem die Frage, ob Wale und Delfine in Gefangenschaft gehalten werden sollten diskutiert wurde. Kooperationspartner von Virgin, die Delfinschwimmen anbieten und führende Aquarien nahmen gemeinsam mit Vertretern der Virgin Gruppe und Experten von Tierschutzorganisationen, die sich aktiv mit dem Thema der Gefangenschaftshaltung beschäftigen, an einem Tisch Platz. 

Dieses erste Treffen und das Engagement der Virgin Gruppe ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zum – von WDC angestrebten – Ende der Unterstützung der Tourismusbranche von grausamem Handel mit Walen und Delfinen sowie deren Gefangenschaftshaltung. Für einen wirklichen, schrittweisen, positiven Wandel hin zu einer besseren Zukunft für Wale und Delfine in Gefangenschaft ist die Zusicherung von Sir Richard Bransons fundamental. Was sein Engagement und seine Versprechen für die Zukunft jedoch genau bedeutet und wie sie in die Tat umgesetzt werden, können wir heute schwer beurteilen. Wir wissen nur: der berühmte „erste Schritt“ ist getan und jetzt beginn die harte, die entscheidende Arbeit, die im Dialog mit Virgin Holidays fortgesetzt werden muss.

Wichtig ist für WDC in der Auseinandersetzung mit Virgin auf jeden Fall, die gefährliche Verbindung zwischen der Tourismusindustrie und dem internationalen Fang und Handel mit Delfinen für Marineparks deutlich zu machen und den lukrativen Kooperationen in Zukunft ein Ende zu setzen.

Der Prozess, den Virgin ins Rollen brachte, war historisch. Zum ersten Mal kamen Wal- und Delfinschutzexperten, Vertreter der Tourismus- sowie der Aquariumsindustrie – SeaWorld eingeschlossen – zusammen und diskutierten dieses wichtige Thema. Zwar sind natürlich nicht alle einer Meinung, dennoch ist es eine gute Möglichkeit, hinsichtlich des Schutzes von Walen und Delfinen – sowohl in Gefangenschaft, als auch in Freiheit – eine Veränderung zu bewirken. Ein Wandel kann auf verschiedenen Wegen erreicht werden und auf verschiedene Weisen erfolgen. WDC wird auch weiterhin das Problem der Gefangenschaftshaltung thematisieren. Es wird ein langer Weg sein, bis ein Umdenken erzielt werden kann – aber WDC hat sich auf einen langwierigen Prozess eingestellt und ist stolz, von Anfang an in diesen involviert zu sein.

Nur dank Ihrer Unterstützung haben wir die Aufmerksamkeit von Richard Branson erhalten und es bis zu diesem Punkt geschafft. Gemeinsam werden wir es noch viel, viel weiter schaffen. Davon sind wir überzeugt. Dafür kämpfen wir.