Gute Nachrichten aus Kalifornien: Gesetzentwurf will die Gefangenschaftshaltung von Orcas verbieten

Schritt für Schritt rücken wir dem Ziel näher: das Ende der Gefangenschaftshaltung von Orcas.

Ein aktueller Gesetzentwurf aus der Feder des Abgeordneten Richard Bloom aus Kalifornien beinhaltet einige Kernpunkte, die die Gefangenschaftshaltung von Orcas zu Unterhaltungszwecken im „Golden State“ für immer beenden könnten. Die Haltung von Orcas – sowohl Wildfänge als auch Nachzuchten - soll genauso verboten werden wie Fänge in Staatsgewässern und Importe aus anderen Staaten. Die Nachzucht in Gefangenschaft wird untersagt und die derzeit in Gefangenschaft lebenden Orcas sollen, wenn möglich, ausgewildert  werden oder alternativ  ihren Lebensabend in abgesperrten Meeresbuchten verbringen. Von diesen Vorschriften ausgenommen sind gestrandete Orcas, die versorgt werden müssen oder Tiere, die zu Forschungszwecken gehalten werden. Auch in diesen Fällen muss jedoch eine Rehabilitation und die Rückkehr in die Freiheit angestrebt werden. Die Verletzung der geplanten Vorgaben – sollten sie Gesetz werden – wird mit einer Geldstrafe von bis zu 100.000 USD und bis zu 6 Monaten Gefängnis geahndet.

Eines ist sicher: SeaWorld wird Alles versuchen, um diesen Gesetzentwurf zu verhindern oder zumindest wichtige Bestandteile daraus zu streichen. Es steht jedoch auch außer Frag, dass Richard Bloom mit seinem mutigen Vorstoß den Weg für weitere Gesetzesentwürfe in anderen US-Staaten geebnet hat und die Verantwortung von Vergnügungsparks in Fragen der Ethik, Sicherheit und Nachhaltigkeit in einen neuen Kontext setzt.

Der am 7. März 2014 auf einer Pressekonferenz präsentierte Entwurf hat die Unterstützung von Orca-Expertin Dr. Naomi Rose, der ehemaligen SeaWorld Trainer Carol Ray und John Hargrove und der Regisseurin von BLACKFISH, Gabriela Cowperthwaite.

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Quelle: uk.whales.org