Harte Zeiten für Orca Morgan im Loro Parque

Es scheint, als ob sich die Sorge von WDC um Orca Morgans Wohlergehen im Loro Parque auf Teneriffa viel früher begründet zeigt, als zuvor angenommen: Neue Bilder zeigen deutlich Verletzungen an Morgans Rückenfinne.

All diejenigen, die Morgans Geschichte verfolgt haben, werden sich an die Entscheidung eines niederländischen Gerichts im Winter letzten Jahres erinnern, derzufolge das im Juni 2010 im Wattenmeer gestrandete Orca-Weibchen aus dem Delfinarium Harderwijk in den Niederlanden in den Marinepark Loro Parque nach Teneriffa, Spanien gebracht wurde, anstatt es zu rehabilitieren und auszuwildern.

Diese Entscheidung wurde entgegen der Mehrheitsmeinung aller involvierten Wissenschaftler, Morgan könne ausgewildert werden, getroffen.

WDC hat bereits zu Beginn der Einführung Morgans in ein neues Delfinarium mit fremden Orcas und zirkusartigen Shows im Loro Parque Sorgen um Morgans Gesundheit und Wohlbefinden geäußert. Nach ihrer Ankunft in dem spanischen Vergnügungspark wurde Morgan rasch ohne Quarantäne mit den anderen Tieren zusammengeführt. Die Orca-Gruppe im Loro Parque gilt als sehr instabil. Aktuelles Videomaterial zeigt, wie die weiblichen Orcas Kohana und Skyla Morgan kontinuierlich rammen und beißen. Besucher des Parks beobachten Morgan seitdem in einem der flachen Seitenbecken, isoliert von den anderen Orcas.


Orca Ikaika mit tiefen Verletzungen. Foto: Helen Alexander

Beobachtern fielen ebenfalls an Orca Ikaika (Ike) tiefe Verletzungen auf, nachdem er vor Kurzem aus dem kanadischen Marineland zurück in den SeaWorld-Park nach San Diego gebracht worden war. Die Bilder von Ike und Morgan decken die Schwierigkeiten einer Integration sowohl in instabile als auch bereits gefestigte Hierarchien unter Orcas in Gefangenschaft auf und unterstreichen, dass die Tiere sich in Delfinarien in einem extrem stressreichen Umfeld befinden.

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