Der Preis des Vergnügens: Neues Video enthüllt Schattenseiten der Gefangenschaftshaltung von Orcas

Immer wieder neue Informationen beleuchten die Schattenseiten der Gefangenschaftshaltung von Orcas und untermauern die Notwendigkeit, diese Praxis zu beenden.

Diese Informationen verschaffen der Diskussion um SeaWorlds Orcas gerade im Hinblick auf die bevorstehende Fortsetzung der Verhandlungen zwischen dem Unternehmen und OSHA am 15. November in Sanford, Florida, erneut öffentliche Aufmerksamkeit.

Neues Video verschafft Einblick in Familienleben von Orcas

Während sich SeaWorld auf die nächste Verhandlungsrunde vorbereitet, in der es sich gegen die Strafauflagen der US-amerikanischen Behörde für Arbeitsschutz (OSHA) verteidigt, hat das "Orca Project" ein neues Video veröffentlicht, das die Unterschiede eines Orca-Lebens im Familienverband in der freien Wildbahn und in Gefangenschaft vergleicht.

Orca-Familien werden sowohl beim Fang für Delfinarien als auch in Gefangenschaft selbst und durch den Austausch der Tiere über verschiedene Delfinarien unnatürlich auseinander gerissen. Das Video A Better Way to See Orcas verschafft herzerweichende Einblicke in die Wirklichkeit hinter den Kulissen der Gefangenschaftshaltung:

Das Video wurde von Leah Lemieux, Autorin des Buches Rekindling the Waters und Dr. Lori Marino, Neurobiologin an der Emory Universität in Atlanta, Georgia, USA mit einem 20jährigen wissenschaftlichen Hintergrund zum Thema Wale und Delfine, veröffentlicht.

Zerbrochene Familienbande

Die WDCS hilft dabei, die grausamen Geschichten hinter den Kulissen der Gefangenschafthaltung, unter anderem auch die verheerenden Auswirkungen dieser Praxis auf Orca-Familien, inklusive der in Gefangenschaft geborenen Tiere, an die Öffentlichkeit zu bringen. Eine vollständige Liste, die zerbrochene Familienbande zwischen Orca-Müttern und ihren Kälbern dokumentiert, finden Sie hier.

Stress, Krankheiten, Aggression

Ob der Freiheit entnommen oder in Gefangenschaft geboren, diese Tiere leiden unter Stress und Krankheiten, zeigen Aggression und Abweichungen vom normalen Verhalten und haben eine stark verminderte Lebenserwartung.
Lesen Sie hier eine deutsche Zusammenfassung eines schockierenden Berichts von zwei ehemaligen SeaWorld Trainern.

Erst vor Kurzem berichtete die WDCS von neuen Untersuchungsergebnissen zum plötzlichen Tod von Orca Kanduke 1990; das Tier verstarb auf Grund einer Gehirnentzündung, die durch einen Virus über einen Moskito-Stich übertragen worden war.

Orca mit West-Nil-Virus infiziert

Neuen Informationen zufolge kann nun der Tod eines weiteren Orcas in Gefangenschaft, Taku, mit einem anderen Virus in Verbindung gebracht werden, der ebenfalls durch einen Moskito-Stich übertragen worden war. 2007 verstarb der 14-jährige männliche Orca in SeaWorld Antonio, Texas, plötzlich und ohne bemerkbare warnenden Symptome. Bei der Untersuchung konnte festgestellt werden, dass Taku mit dem West-Nil-Virus infiziert war, der von Moskitos übertragen wird.

Weil fortwährend dokumentiert wurde, dass sich Orcas in Gefangenschaft lange Zeit an der Oberfläche ihrer flachen Becken aufhalten, sind sie anfällig für Krankheiten, die durch Insektenstiche übertragen werden.
Diese wichtige Information deckt auf, dass viele verschiedene Stressoren, die aus der Haltung in Gefangenschaft resultieren, für den verfrühten Tod von Orcas verantwortlich sind. Diese Informationen untermauern unsere Position, dass Orcas nicht in Gefangenschaft gehalten werden können und sollten.

Bitte verzichten Sie auf den Besuch von Marineparks, die Wale und Delfine in Gefangenschaft halten. Seien Sie Teil der Lösung, nicht des Problems!

Es gibt einen besseren Weg, Orcas zu erleben – nämlich in der freien Wildbahn, in ihrer natürlichen Umgebung und in Interaktion mit ihren Familien.