Gericht entscheidet: Orca „Morgan“ bleibt vorerst in den Niederlanden

Die WDCS begrüßt die gestrige Entscheidung eines niederländischen Gerichts, den Transfer von „Morgan“ in das Delfinarium des Loro Parque auf Teneriffa nicht zu genehmigen, zumindest vorerst. „Morgan“ ist ein junges Orca-Weibchen, das 2010 in einem schlechten Gesundheitszustand im Wattenmeer aufgefunden wurde und seither im Delfinarium Harderwijk gehalten und gesund gepflegt wurde. Die WDCS und viele andere glauben, dass es nun an der Zeit ist, „Morgan“ wieder in ihren natürlichen Lebensraum zurück zu bringen.

Ministerium hat nicht alle Informationen zu Morgan gesichtet

Während der gestrigen Verhandlung wurde klar, dass vom niederländischen Ministerium für wirtschaftliche Angelegenheiten, Landwirtschaft und Innovation nicht alle Dokumente gesichtet wurden, die dem Gericht zur Verfügung standen, inklusive eines detaillierten Berichtes über die Chancen auf Auswilderung von „Morgan“, der von der international anerkannten Orca-Forscherin Dr. Ingrid Visser eingereicht worden war. Demzufolge entschied das Gericht, dass „Morgan“ in Harderwijk verbleibt, bis weitere Forschung betrieben wurde. Die WDCS hofft, diese Forschung wird auch den mehrstufigen Auswilderungs-Plan der Free Morgan Group mit einbeziehen, an dessen Entwicklung auch die WDCS als Teil der Free Morgan Group beteiligt war.

Öffentlicher Widerstand wächst

Der Richter hat wissenschaftliche Ausführungen von weltweit anerkannten Orca-Forschern gehört und der öffentliche Widerstand gegen Morgans Transport in ein weiteres Delfinarium wächst. Die WDCS wartet nun auf die detaillierten Ausführungen der Gerichtsentscheidung und hofft, dass diese einen Zeitplan enthält, wie „Morgan“ ein Leben in einer naturnahen Umgebung ermöglicht werden kann, mit dem Ziel sie wieder in ihren natürlichen Lebensraum zu bringen. Die WDCS hofft zudem, dass die gestrige Gerichtsentscheidung den Weg in eine positive Zukunft für „Morgan“ gewiesen hat.

Morgan bleibt vorläufig in Harderwijk

Berichten zufolge soll Morgan vorläufig von ihrem Becken im Delfinarium Harderwijk in ein größeres Becken der Einrichtung verlegt werden, in dem auch Große Tümmler gehalten werden. Auch wenn diese Lösung alles andere als ideal erscheint, so würde „Morgan“ doch erst mal von der momentanen Isolation in einem viel zu kleinen Becken verschont bleiben.

Als Mitglied der Free Morgan Group wird die WDCS weiterhin die Behörden in den Niederlanden dazu aufrufen, “Morgan” eine Chance auf ein artgerechtes Leben Freiheit zu ermöglichen und sie nicht einem Leben in Gefangenschaft auszusetzen. Orcas in Gefangenschaft haben eine weitaus geringere Lebenserwartung als ihre Artgenossen in freier Wildbahn und leiden unter enormem Stress, der zu Aggressionen (gegenüber Artgenossen und auch Trainern) sowie zu Krankheiten und sogar zum Tod führen kann.

Weitere Informationen zum Thema, inklusive des detaillierten Berichts von Orca-Expertin Dr. Ingrid Visser, finden Sie auf www.freemorgan.nl.

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Quellen: WDCS, Forbes.com