SeaWorld Trainer sollen zurück ins Wasser

Ein Jahr nach dem Tod der Orca-Trainerin Dawn Brancheau in SeaWorld, Orlando, gab SeaWorld nun bekannt, man bereite sich darauf vor, die Trainer wieder zusammen mit den Orcas schwimmen zu lassen. Die ersten, kürzeren Interaktionen sollen in den nächsten Monaten beginnen und zunächst in medizinischen Becken mit heb- und senkbarem Boden stattfinden.

Hebbare Böden sollen Trainer schützen

Wann die Trainer wieder zusammen mit den Walen öffentlich auftreten werden, wurde noch nicht bekannt gegeben.  Jedoch bereitet sich SeaWorld momentan darauf vor, einen größeren zweistelligen Millionenbetrag in neue Beckenböden zu investieren. Diese sollen in einem Notfall schnell nach oben gefahren werden können, um die Orcas aus dem Wasser zu heben.

Ein weiterer Plan, um auf Notfälle zu reagieren, sieht den Einsatz von ferngesteuerten Unterwasserfahrzeugen vor, die die Tiere ablenken und verwirren sollen. Außerdem sollen Trainer mit Geräten ausgestattet werden, die im Notfall die Kiefer eines Orcas aufhebeln sollen.

Maßnahmen zeigen: Orcas ungeeignet für Gefangenschaft

Cathy Williamson, Leiterin der Anti-Gefangenschaftskampagne bei der WDCS mahnt: „Es ist fraglich, ob diese kostspieligen Maßnahmen tatsächlich die Risiken für die Trainer senken. Unstrittig dagegen ist: Die Anschaffung und Einführung solch aufwendiger Maßnahmen zeigt deutlich, dass Orcas vollkommen ungeeignet für ein Leben in Gefangenschaft sind.“

Revision gegen Strafzahlungen wegen Sicherheitsverletzungen

Vergangenes Jahr belegte die OSHA (US Behörde für Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz) SeaWorld mit einer Strafzahlung wegen Verletzung der Sicherheitsbestimmungen und Risiken in Bezug auf die Orca-Attraktionen des Parks. Gegen diese Bestrafung hat SeaWorld nun Revision eingelegt. Die Verhandlung findet am 25. April dieses Jahres statt.

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Quellen: Orlando Sentinel, WDCS


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