WDC bei der International Ocean Film Tour 2017

Gastbeitrag von WDC-Unterstützer Maximilian Gabriel, der gemeinsam mit Praktikantin Verena Platt für WDC bei der International Ocean Film Tour in München dabei war.

Es ist ein Event ganz im Zeichen der Ozeane. Bei der jährlich stattfindenden International Ocean Film Tour können Besucher ausgewählte Dokumentationen und Filme sehen, die nicht nur spannende, sondern auch bedeutsame Geschichten rund um unsere Meere erzählen. Zum vierten Mal reist die Veranstaltung derzeit durch Europa und die USA. In Deutschland war WDC auch 2017 wieder mit Infotischen bei der Film Tour vertreten. In Berlin und Hamburg hatte WDC-Biologe Fabian Ritter die Gelegenheit, zwischen den Filmen kurz die Arbeit von WDC zu erläutern. In Frankfurt hat diese Aufgabe Ruth Schlögl übernommen und das Plastikproblem auf der Bühne verdeutlicht, indem sie 30 Plastiktüten an einer Schnur auf der Bühne ausgebreitet hat - vor wenigen Wochen wurden nämlich im Magen eines sechs Meter langen Cuvier-Schnabelwals 30 Plastiktüten gefunden.

Maximilian Gabriel und Verena Platt für WDC bei der IOFT München
Maximilian Gabriel und Verena Platt für WDC bei der IOFT München

 „From knowing comes caring and from caring comes change“

Mit dieser Botschaft macht Craig Leeson in seinem Film „A Plastic Ocean“ auf die fatalen Folgen der weltweit zunehmenden Plastikproduktion für Ozeane und ihre Bewohner aufmerksam. Trotz erster Erfolge bei der Vermeidung von Plastik türmen sich die Müllberge weiter auf. In eindrucksvollen Bildern zeigt „A Plastic Ocean“ den Zusammenhang zwischen Wegwerfgesellschaft und zunehmender Verschmutzung der Meere. Der Prozess ist simpel: Durch Wind und über Flüsse gelangt das Plastik vom Festland in den Ozean. Sonnenstrahlung und die Kraft der Strömung zerteilen das Material in immer feineres, kaum sichtbares Mikroplastik. Meereslebewesen halten die oft scharfkantigen oder giftigen Partikel für Nahrung, mit schweren Folgen für ihre Gesundheit.

Dass unsere Meere durch Plastik verunreinigt werden, ist keine neue Erkenntnis. Doch leider ist das Bewusstsein für die Konsequenzen des globalen Konsums immer noch nicht stark genug ausgeprägt, um tatsächlich einen Wandel zu bewirken. Mit eindrucksvollen Bildern möchte die Dokumentation über den Zustand unserer Meere aufklären und einen Anstoß zu Veränderung geben. Der Film spiegelt damit die Ziele der aktuellen WDC-Kampagne „Weniger Plastik ist Meer“ wider. Denn auch WDC setzt sich aktiv gegen die Plastikverschmutzung unserer Ozeane ein, um dem Wandel einen Schritt näherzukommen.

Banner Weniger Plastik ist Meer
Banner Weniger Plastik ist Meer

Neben „A Plastic Ocean“ stehen 2017 sechs weitere Filme auf dem Programm der International Ocean Film Tour. Sie erzählen unter anderem von einer sagenhaften Segelregatta um die Welt im Jahr 1973, dem Surfen im rauen Wind Islands, der heilenden Kraft von Eiswasser und der Kunst des Kitesurfens. Im Kurzfilm „The Legacy“ erkunden pazifische Mantarochen die Gewässer eines kleinen, mexikanischen Archipels, das sie als Folge der Verschmutzung ihres eigentlichen Verbreitungsgebietes als neue Heimat bezogen haben.

Veranstaltungen wie diese helfen, auf den unschätzbaren Wert unserer Ozeane und ihrer Ökosysteme aufmerksam zu machen. Gleichzeitig schärfen sie das Bewusstsein für deren Bedrohung. Jeder Einzelne kann durch den Verzicht auf Plastik im Alltag einen Beitrag zum Schutz der Meere leisten. Und jeder Beitrag hilft, der Sorge um die Meere den Wandel folgen zu lassen.

Kommentare

HALLO die WDC Aktivisten- dankbar nehme ich zur kenntnis das ihr einen richtigen weg eingeschlagen habt.---bin selbst umweltaktivist & vielseitigkeitsmensch und wohl durch 3 jahrzehnte erfahrung schon ein vollprofi geworden.---habe gerade ein umwelt-wasserschutzprojekt gegründet und mit einigen experten brisantes material bearbeitet.-ich war selbst einer der aktiv- pioniere und habe für greenpeace damals '82 -'84 eine info-aktions-propagandatour durch 25 städte durch ganz deutschland initiiert und durchgezogen.- schon damals war die wasser bzw flüsseproblematik eines meiner und unserer Hauptthemen. eswaren damals viele stinkende schwer verseuchte gewässer zu beklagen und es wurde nach langem kampf & einsatz zur erfolgsgeschichte ! ! --später war ich auch sonder-bzw kreativberater und Mitgestalter für & in einem grossen EU-förderprogramm für Flusstäler in Norddeutschland tätig. das programm wurde zu einer sehr vorzeigbaren erfolgsgeschichte . --nun ich würde gern mit euren führungskräften sprechen und auskundschaften inwieweit wir evtl unsere kräfte bündeln können bzw kreativ cooperieren könnten.---freu mich über antwort -danke & grüsse von jens m - nicely / berlin email : kingfisher.art@ aol.com

Neuen Kommentar schreiben

Plain text

  • Keine HTML-Tags erlaubt.
  • Internet- und E-Mail-Adressen werden automatisch umgewandelt.
  • HTML - Zeilenumbrüche und Absätze werden automatisch erzeugt.
By submitting this form, you accept the Mollom privacy policy.
Tags: 
Plastik