Zwergglattwal

Caperea marginata
Synonyme: 
  • Zwergglattwal
Höchstlänge: 
  • Männchen: 6,10 m
  • Weibchen: 6,50 m
  • Geburtsgröße: 2,20 m
Höchstgewicht: 
  • Weibchen: 3.400 kg
Nahrung: 
  • Krill
  • Ruderfußkrebse und andere kleine Wirbellose
Weltbestand, geschätzt: 
Unbekannt
IUCN-Kategorie: 
DD
CITES-Anhänge: 
I
CMS-Anhänge: 
II
Taxonomie: 

Zwergglattwale sind die kleinsten Bartenwale. Anders als ihr deutscher Name vermuten lässt, sind sie keine Glattwale, sondern bilden eine eigene Familie. Sie haben eine Rückenflosse, tragen keine Schwielen auf ihrer Haut und ähneln eher den Furchenwalen. In der Natur können sie daher mit Zwergwalen verwechselt werden.

Morphologie: 

Der Zwergglattwal hat einen kleinen, flachen Kopf mit Kammleiste. Die Mundlinie ist extrem gewölbt, ganz besonders bei älteren Tieren. Die beiderseits ca. 213 bis 230 Bartenplatten sind elfenbeinfarben. Die gesamte Unterseite der Zwergglattwale vom Kinn über den Bauch bis zum Schwanzende ist hellgrau oder weiß und bildet so einen starken Kontrast zur schwarzen Oberseite. Im Vergleich zu den Glattwalen ist der Körper des Zwergglattwals geschmeidiger und stromlinienförmiger. Die Rückenflosse ist klein und sichelförmig, die Brustflossen sind klein, dunkel und schmal und haben leicht gerundete Enden.

Verhalten: 

Die Wale dieser Art schwimmen langsam, wobei sie ihren gesamten Körper wellenförmig biegen. Der Zwergglattwal verbringt meist nicht mehr als einige Sekunden an der Wasseroberfläche. Wenn ein Tier auftaucht, bringt es seine Schnauze aus dem Wasser, wobei sein weißer Unterkiefer und seine gewölbte Mundlinie sichtbar werden. Da Sichtungen des Zwergglattwals seltene Ereignisse sind, ist diese Art die am wenigsten bekannte aller Bartenwale.

Verbreitung: 

Nach derzeitigem Kenntnisstand leben Zwergglattwale in Gebieten, in denen die Oberflächentemperatur des Meeres zwischen 5 und 20 Grad Celsius beträgt, und zwar nur auf der südlichen Hemisphäre. Einige Populationen leben vermutlich das ganze Jahr über im gleichen Gebiet, z.B. diejenigen vor Tasmanien. Der Wissenschaft stehen aber nur Daten aus einigen Strandungen zur Verfügung, die in so weit voneinander entfernten Gebieten wie Neuseeland und Südafrika geschahen. Es ist daher sehr schwierig, etwas Genaueres darüber zu sagen, wo einzelne Gruppen leben. Der Weltbestand des Zwergglattwals ist unbekannt und sein IUCN-Status ist „ungenügende Datengrundlage” (2008). Zwergglattwale wurden ertrunken in Fischernetzen gefunden und sind vermutlich auch durch Umweltveränderungen bedroht.

Verbreitungskarte: